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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 13:09 Uhr

Grillfest für Helfer und Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kennenlernen und Kontaktpflege standen im Vordergrund / Auf den Rost kamen dabei auch syrische Bratwürstchen

Es sollte ein Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer sein, und zugleich eine Möglichkeit des Kennenlernens und der Kontaktpflege mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern, die zurzeit in der Gemeinde St. Margarethen leben. Sie bewohnen fast ausschließlich Wohnungen in einem Mehrfamilienblock am Wilhelm-Jensen-Weg und treffen sich regelmäßig zu einem internationalen Café. Jetzt feierten sie auf Einladung der Gemeinde im Dolling-Huus ein Grillfest.

Während die Gemeinde für Grillwurst sorgte, hatten die ausländischen Mitbürger Salate, Brote und Backwaren nach Rezepten aus ihren Heimatländern mitgebracht und zu einem bunten Büfett zusammengestellt.

„In unserem Dorf betreuen wir 70 Migranten“, erzählte Svenja Bolten. Gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlern setzt sich die Ehefrau des Bürgermeisters Volker Bolten für die ausländischen Neubürger ein. Der größte Teil kommt aus Afghanistan, aber auch Syrer, Iraner, Iraker und Ukrainer sind der Gemeinde zugewiesen worden. „Wir helfen beim Deutschunterricht, beim Alltagsleben, beim Einkauf, bei Behördengängen und bei der Wohnungseinrichtung, bei Übersetzungen und aktuell auch beim Beschaffen von Praktikumsplätzen“, zeigt Svenja Bolten die Aufgaben auf.

Darum aber ging es beim Grillfest nicht. Hinter dem Dolling Huus stellten sich einige Aslybewerber als „Grillmeister“ an das Grillgerät. Heimische Würste kamen auf das Rost, die in einem neuen, speziell syrischen, Laden in Itzehoe eingekauft worden waren. Zu den Helfern gehörte auch der 34 Jahre alte Afghane Merwais Raufi, der seit sieben Monaten in St. Margarethen zuhause ist. Stolz trug er seine zehn Wochen alte Tochter Nila auf dem Arm. Sie hat zwar nicht in St. Margarethen, aber im Klinikum Itzehoe das Licht der Welt erblickt. Als Sprachgenie erlebten wir den neunjährigen Taher. Der Junge kam am 13. August letzten Jahres in die Elbgemeinde, hat perfekt Deutsch gelernt und sich gut in die Klassengemeinschaft der Grundschule eingefügt. Auch einen Berufswunsch hat der aufgeweckte Taher schon. „Ich möchte Zahnarzt werden“, erzählt er mit einem fröhlichen Lachen.

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erstellt am 17.Jul.2016 | 11:27 Uhr

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