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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 20:53 Uhr

Sprengung : Granate gefunden – Bahnverkehr eingestellt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei Bauarbeiten am Gleis in Wrist ist Montagmorgen eine Granate entdeckt worden

Zu hören war nichts. Die Granate explodierte fast völlig geräuschlos. Experten des Kampfmittelräumdienstes hatten den Feuerwerkskörper mit Erde bedeckt und kontrolliert gesprengt. Die zehn Zentimeter große Granate war gestern Morgen bei Gleisbauarbeiten entdeckt worden. Der Fund hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Stundenlang war die Strecke Strecke Neumünster-Elmshorn gesperrt, die Züge blieben in den Bahnhöfen, Reisende mussten mit Bussen transportiert werden.

Bauarbeiter entdeckten die Granate gestern gegen 9 Uhr dicht am Gleisbett der vielbefahrenen Strecke Kiel/Flensburg-Hamburg, kurz hinter dem Bahnübergang Wittenkampsweg, wo zurzeit Gleisarbeiten vorgenommen werden. Sofort wurden die Arbeiten unterbrochen, der Zugverkehr Bahnstrecke wurde eingestellt und der Kampfmittelräumdienst angefordert. Vor Ort sperrten Polizeibeamten den Bereich ab, der Bahnübergang Wittenkampsweg wurde geschlossen. Pkw und Lkw wurden bereits am Kreisverkehr in Kellinghusen umgeleitet, da aufgrund von Bauarbeiten auch der zweite Wrister Bahnübergang an der Hauptstraße für den Verkehr derzeit gesperrt ist.

Vor Ort gab es dann zwei Möglichkeiten – den Abtransport des Feuerwerkskörpers oder die kontrollierte Sprengung, sagte Hanspeter Schwarz, Pressesprecher der zuständigen Bundespolizei. Der Kampfmittelräumdienst entschied sich für die Sprengung - und damit für weitere Sicherungsvorkehrungen. Der abgesperrte Bereich wurde noch ausgeweitet, Anwohner, vor allem aus dem Gewerbegebiet, mussten kurzfristig evakuiert werden. Neben Rettungsdienst und dem Löschzug Gefahrgut rückte auch die Freiwillige Feuerwehr Wrist mit zwei Fahrzeugen an. „Um ganz sicher zugehen und alle Gefahren auszuschließen zu können“, erklärte Hanspeter Schwarz das Prozedere.

Die Sprengung, die gegen 11.50 Uhr erfolgte, war dann wenig spektakulär. In der Umgebung war davon nichts zu hören, am Ort des Geschehens deutete wenig auf die Explosion hin. Kurz danach konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken, der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Woher die Granate stammt, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

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erstellt am 04.Jul.2016 | 16:27 Uhr

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