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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Bürgerentscheid : Gesamtkonzept statt Lidl-Umzug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kellinghusener Liste informiert Montag, 4. Juli, über ihre Ideen zur Stadtentwicklung.

Geschichte schreiben werden die Kellinghusener am Sonntag, 17. Juli, mit dem ersten Bürgerentscheid der Stadt. Mit ihrem Votum können alle wahlberechtigten Einwohner über eine wichtige städtebaulichen Frage - den Lidl-Standort - entscheiden.

Möglich wurde dies durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren der Initiative Lebenswertes Kellinghusen mit Unterstützung der Wählergemeinschaft Kellinghusener Liste (Keli). Gemeinsam plädieren sie für eine Erweiterung des Discounters auf der aktuellen Fläche. Ziel ist es, den Ratsentscheid für den geplanten Neubau in der Lehmbergstraße zurückzunehmen. Am Dienstag, 5. Juli, um 19 Uhr im Bürgerhaus wollen Lebenswertes Kellinghusen und Wählergemeinschaft noch einmal über alle Aspekte ihres Vorhabens informieren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Präsentation eines Keli-Konzepts für die Innenstadtentwicklung nördlich der Stör. „Damit machen wir deutlich, dass die Lidl-Thematik nur ein Mosaikstein in einem städtebaulichen Gesamtkonzept ist“, sagt Volker Ballin. Leider habe die Stadt es versäumt, sich Gedanken über eine umfassende Planung zu machen. Vor dem Hintergrund der Hochwasserproblematik und der anstehenden Festlegung der Hochwasserschutzlinie im kompletten Bereich nördlich der Stör wäre die frühzeitige Entwicklung einer zukunftsweisenden Stadtplanung jedoch dringend notwendig gewesen. Schon vor mehr als einem Jahr habe die Keli sich sehr über die Selbstverwaltung gewundert. „Aus den Fraktionen sind keine Vorschläge gekommen.“ Selbst die Anregungen der Studenten der Fachhochschule Lübeck für das Stör-Areal hätten keine Aktivitäten nach sich gezogen. „Bislang hat die Stadt keinen Plan für eine sinnvolle Entwicklung in der Schublade “, unterstreicht Ballin.

Das Keli-Konzept beinhalte Lösungen für die attraktive Fläche am Fluss inklusive Bahnhof und Angeboten für Freizeit und Nahversorgung. „Neben dem geplanten Edeka/Aldi Komplex ist dort auch die gewünschte Lidl-Erweiterung gut möglich“, unterstreicht Ballin. Das Areal in der Lehmbergstraße hingegen sollte nicht durch die Discounter-Ansiedlung zerstört werden. Dort sehen Lebenswertes Kellinghusen und die Keli eine Wohn- oder Mischbebauung vor. Bislang sei die Fläche von der Stadt nie offensiv vermarktet worden, stellt Ballin fest.

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