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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 10:53 Uhr

Gemeinschaft im Grünen hat noch freie Parzellen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vielfach ausgezeichnete Kleingartenanlage „Großer Brook besteht seit knapp 100 Jahren

Die Kleingartenanlage „Großer Brook“ gehört zu den schönsten im Kreis Steinburg, im Land Schleswig-Holstein und sogar auf Bundesebene. Auf hohe Auszeichnungen wie die Goldmedaille im Landes- und die Silbermedaille im Bundeswettbewerb 2014 sind die 81 Mitglieder des Kleingärtnervereins Wilster mit Recht stolz. Mehrfach holten sie den ersten oder zumindest den zweiten Platz im Kreiswettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet.

Zentraler Treffpunkt für die Kleingärtner ist das Vereinsheim am Drallweg. Dort herrscht reges Leben. Hier treffen sich die Gartenfreunde an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat zwischen 19 und 20.30 Uhr zur Sprechstunde mit den Vorstandsmitgliedern. Hier stehen Vorsitzender Heinz-Jürgen Schulz, sein Stellvertreter Frank Framke und Rechnungsführerin Heike Spiegel sowie weitere Vorstandsmitglieder gern für Fragen aus dem Kreis der Mitglieder zur Verfügung. Gesellig wird es anschließend, wenn sich die Kleingärtner im Klubhaus oder bei gutem Wetter auch in der abendlichen Sonne auf der überdachten Terrasse viel zu erzählen haben. Hier werden bis zur letzten Stunde die Pläne für das Sommerfest der Kleingärtner mit Grillabend geschmiedet, das am kommenden Sonnabend, 20. August, ab 18 Uhr gefeiert werden soll. Für die Gastronomie im Vereinsheim zeichnet Monika Boers verantwortlich. Sie wird von ihrem Ehemann Walter unterstützt, der zugleich Chef des im Klubhaus ansässigen Sparclubs der Gartenfreunde ist. Beide sind Rentner und halten sich fast täglich in ihrem Kleingarten oder im Vereinsheim auf. Als Obmann für den Rosenweg ist er gern bereit, seinen Gartenfreunden den einen oder anderen Tipp zu geben. Darauf sind besonders neue Vereinsmitglieder aus dem Kreis der Flüchtlinge und Asylbewerber angewiesen. Denn: „Wir haben inzwischen vier Parzellen an Migranten aus Syrien und aus Afghanistan verpachtet“, erzählt Heinz Jürgen Schulz. „Und es funktioniert“, hat er aus den Erfahrungen in den vergangenen acht Monaten erkannt. Wünschenswert sei es, wenn sich die ausländischen Mitglieder noch mehr in das Vereinsleben einfügen würden.

Ein Thema unter den Gartenfreunden ist auch der 100. Vereinsgeburtstag, der in vier Jahren gefeiert werden soll. Der Verein war am 8. Juli 1920 auf Initiative des Lehrers Jürgen Rehm mit „einer großen Zahl von Gemüseland-Pächtern“ gegründet worden. Im Laufe der Zeit hat sich die Kleingartenanlage am Brook weg vom reinen Gemüseland immer mehr hin zum Freizeitgarten gewandelt. Dennoch ist nach wie vor festgeschrieben, das ein Drittel der Parzelle für den Obst- und Gemüseanbau genutzt werden muss, ein weiteres Drittel ist der Rasenfläche und den Blumen vorbehalten und das letzte Drittel darf mit einer Laube und Terrassenflächen überbaut werden.

Von den insgesamt 104 Gartenparzellen auf der 3,7 Hektar großen Anlage werden 13 als Gemeinschaftsanlagen genutzt. Die Nabu-Jugend hat seit mehreren Jahren eine Heimat in einer Gartenparzelle gefunden. Von den 91 verfügbaren Parzellen sind zurzeit 75 verpachtet. 16 freie Gärten stehen zur Neuverpachtung an. „Wer Interesse hat, kann sich gern an den Vorstand wenden und einmal in das Vereinsleben hineinschnuppern“, freuen sich Heinz Jürgen Schulz und Heike Spiegel auf neue Kleingärtner.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 15:51 Uhr

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