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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 18:43 Uhr

Gemeinden brauchen Spielräume

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Blick in die Sparbücher einiger Wilstermarschgemeinden könnte Wasser auf die Mühlen der Befürworter einer Gebietsreform sein. Doch das wäre viel zu kurz gegriffen. Auch wenn die Kassenlage oft nur von Zufällen abhängt: Gerade auf den ländlichen Raum kommen noch erhebliche Ausgaben für die Daseinsfürsorge zu. Stichwort: Breitband. Von einem lebenswerten Umfeld profitiert wiederum das chronisch arme Wilster. Deren Schuldenberg ist ja auch nicht auf goldene Bürgersteige, sondern eher auf historische Altlasten und fehlende zahlungskräftige Gewerbebetriebe zurückzuführen. Sicher hält das Stadtgebiet Einrichtungen wie Schulen und Kindergarten vor. Aber dafür zahlen auch die Gemeinden per Umlage ihre Beiträge. Und selbst wenn man sämtliche Guthaben aus der Wilstermarsch in einen Topf werfen würde, wäre die Stadtkasse damit noch nicht saniert. Im Gegenteil: Auf einen Schlag wäre dann die gesamte Wilstermarsch das Armenhaus des Nordens. Vielleicht kann man den ein oder anderen Euro noch gerechter verteilen. Ansonsten muss der Gestaltungsspielraum bei den Kommunen bleiben, wobei die Kommunalaufsicht auch der Stadt Wilster ein kleines bisschen mehr Luft gönnen sollte.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 16:45 Uhr

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