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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 10:59 Uhr

Gemeinde ist sauer auf Müllsünder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einwohner werden über Pflichten aufgeklärt

Die Gemeinde Beidenfleth ist unzufrieden mit dem Fehlverhalten zahlreicher Einwohner. In einer Sitzung des Bauausschusses, die von Wolfgang Stenzel geleitet wurde, kamen die Gemeindevertreter deshalb überein, erst einmal alle Bürger schriftlich auf Fälle von Fehlverhalten hinzuweisen. Das betrifft die Anlieferung von Grünabfällen auf dem Bauhof, die Verunreinigung durch Hundekot, die Reinigung der Gehwege und das Beschneiden von Hecken.

„Es werden immer mehr Unrat, Wurzelwerk, Glas, Bauschutt und sogar Autoreifen unerlaubt mit den Gartenabfällen auf dem Bauhof abgelagert“, beanstandete Stenzel. „Das kann so nicht länger hingenommen werden“, schimpfte der Ausschussvorsitzende. Auch Bürgermeister Peter Krey, der sogar ganze Baumstämme in den Grünabfällen bemerkt hatte, zeigte sich verärgert. Er ermahnte die „Müllsünder“ und stellte fest: „Die Bürger müssen sich bewusst werden, dass sie mit ihrem Fehlverhalten die ganze Sache selbst kaputt machen.“ Daran könnte die gesamte Grünabfall-Entsorgung scheitern.

Erste Einschränkungen brachte der Bauausschuss auf den Weg. Der Gemeindevertretung empfahl das Gremium, die Anlieferung von Gras und Buschwerk nur noch an zwei Tagen in der Woche zuzulassen und sie von einer geeigneten Person überwachen zu lassen. Der Bürgermeister appelliert an die Einsicht der Bürger. Ihnen werde die kostenlose Anlieferung ermöglicht, obwohl sich die Gemeinde diese Entsorgung rund 10  000 Euro im Jahr kosten lasse.

In diesem Zusammenhang ging Peter Krey auf die zunehmende Verunreinigung der Gehwege und Straßen durch Hundekot ein. „Heute lagen gleich zwei Haufen auf dem Gehweg vor dem Kindergarten“, hatte der Bürgermeister beobachtet.

Den Bürgern machte er klar, dass jährlich rund 14  000 Hundekot-Tüten ausgegeben würden. Die richtige Entsorgung gehe allerdings nicht über öffentliche Mülleimer. Richtig sei es, die Hundekotbeutel mit nach Hause zu nehmen und sie über den eigenen Mülleimer zu entsorgen.

Bei der Gehwegreinigung und dem Heckenschnitt beanstandete der Bauausschuss, dass beides „vielfach nicht so gemacht wird, wie es die Straßenreinigungssatzung vorschreibt“.

Jetzt sollen die Bürger noch einmal auf die Straßenreinigungssatzung hingewiesen werden, die auch über das Internet abgerufen werden kann. „Wir müssen den Bürgern klarmachen, was ihre Pflichten sind“, sagte Manfred Kolbe.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 12:10 Uhr

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