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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 13:37 Uhr

Geh durch die Welt und versuche Gott zu sehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pokémon go: Haben Sie das Spiel auf ihrem Handy? Oder ärgern Sie sich über alle, die Ihnen mit dem Blick aufs Handy vor die Füße laufen? Das Spiel ist, als ob man eine Brille aufbekommt, mit der man einen neuen Blick auf die Welt werfen kann, um dort Dinge zu entdecken, die sonst nicht zu sehen wären. Das macht auf der einen Seite auf Orte aufmerksam, die man sonst nicht wahrnimmt – ein fremder Garten, ein OP-Saal, eine Kirche.

Vor 500 Jahren hat Ignatius von Loyola sich eine ähnliche Übung ausgedacht: Geh durch die Welt und versuche Gott in allen Dingen zu sehen. Leider haben wir dafür keine Smartphone-App. Die Bibel versucht, eine solche App zu sein. Jeder Gottesdienst ist immer wieder ein Versuch, darauf aufmerksam zu machen. Und manchmal finden Menschen auch die passenden Worte für so eine Übung: Siehst du den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehen.

Dabei verbraucht „Pokémon go!“ die Energie Ihres Akkus. Wenn Sie ein bisschen „Gott go!“ spielen, füllt das den eigenen Akku aber auf.

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von
erstellt am 19.Aug.2016 | 14:10 Uhr

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