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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Ganz nah ran an die Firmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Summer School bringt Schüler und Unternehmen zusammen

Schüler und Unternehmen tauschen sich aus auf Augenhöhe. Junge Menschen sehen mögliche Perspektiven im naturwissenschaftlichen Bereich. Technologie-Firmen aus der Region bekommen Kontakt zum Nachwuchs. Das sind die Ziele der Science Summer School am Innovationszentrum Izet. Die bereits zehnte Auflage der dreitägigen Veranstaltung nutzten Hunderte Oberstufenschüler aus Itzehoe, Glückstadt und Brunsbüttel, um sich über die Hightech-Unternehmen am Izet zu informieren.

„Da hat sich ein innovatives Konzept entwickelt, das es so meines Wissens nirgendwo anders im Land gibt“, sagte Izet-Geschäftsführer Ralf Thiericke, der die Schüler durch die Veranstaltung führte. „Wir haben in diesem Jahr ein wenig den Eventcharakter reduziert und beispielsweise auf das früher übliche Grillen verzichtet, weil wir ja gerade erst den Tag der offenen Tür hatten.“ Der Schwerpunkt lag daher auf den Vorträgen von Mitarbeitern von Hightech-Firmen aus dem Kreis Steinburg.

Robert Wendt von Reinholz Software & Technology aus Itzehoe berichtete unter dem Titel „Die intelligente Fabrik“ über die neuesten Trends der Automatisierung. Thorsten Matthée erklärte, wie Condias in Itzehoe Diamantelektroden herstellt, mit denen mittels Elektrolyse Abwässer ohne Einsatz von Chemikalien wie Chlor gereinigt werden.

„Es geht uns aber nicht nur um die reine Präsentation der Unternehmen“, sagte Thiericke. Die Referenten hätten auch ein bisschen aus dem „Karriere-Nähkästchen“ geplaudert. „Dabei wurde deutlich, dass kaum einer einen völlig geradlinigen Lebenslauf hat, sondern auch Umwege oder Sackgassen völlig normal sind.“ Besonderes Interesse erregte dabei Finn Plotz. Der 21-jährige Glückstädter berichtete, wie er bereits parallel zum Abitur am Detlefsengymnasium sein Unternehmen Vion gegründet hatte. Inzwischen vertreibt Plotz seine digitale Fernbedienung bundesweit.

Täglich war zudem eine Fachhochschule aus dem Land zu Gast. „Dabei war es uns wichtig, dass nicht trocken Studiengänge vorgestellt werden“, so Thiericke. Stattdessen wurden konkrete Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten präsentiert. „Wir wollen zeigen, was da wirklich auf die Schüler wartet und Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik wecken.“ Denn das Wichtigste sei, dass die Schüler nach dem Abitur einen Weg einschlagen, der ihnen Spaß macht und hinter dem sie voll stehen. „Dann kommt der Rest fast von alleine.“


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erstellt am 24.Sep.2016 | 07:00 Uhr

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