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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 21:26 Uhr

„Fritz Lexow“ wieder im Heimathafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach mehr als vier Monaten in nordischen Gewässern machte der historische Gaffelkutter gestern Abend wieder in Kasenort fest

Mehr als 2000 Seemeilen, mehr als 80 Häfen und unbezahlbare Erlebnisse und Erfahrungen liegen hinter ihnen: Gestern Nachmittag liefen Inge und Thomas Wulff wieder im Heimathafen an der Schleuse Kasenort ein. Das Ehepaar hatte sich auf dem historischen Gaffelkutter „Fritz Lexow“ einen Lebenstraum erfüllt und mehr als vier Monate unter anderem die Inselwelt der finnischen Ålands bereist. „Alle Ziele pünktlich erreicht“, stellte der Skipper trocken fest. Und: Es sei anstrengend gewesen, aber schön.

Am meisten hatte die Wilsteraner die Begegnung mit Menschen beeindruckt. „Wir haben sehr interessante Leute getroffen.“ Menschen, die ihre längst verschütteten Deutschkenntnisse hervorkramten, um sich in wenigen Worten lobend über das Schiff zu äußern. Oder den Fotoreporter Christian Irrgang, der Bücher über Bundespräsidenten veröffentlicht hat und sich jetzt die Ostsee vornehmen will. „Da kommen wir dann wahrscheinlich als Exoten vor“, schmunzelt Wulff. „Highlight war die Rückfahrt“, schwärmt Ehefrau Inge von Bornholm von unberührter Natur und immer wieder auch von den Menschen, die man unterwegs traf.

Für die letzten Meilen von Dänemark in die Heimat war Hans-Werner Speerforck noch mit an Bord genommen worden. „Da sind wir dann nochmal richtig sportlich gesegelt.“ Auch sonst verlief die Reise weitestgehend ohne Probleme. Lediglich der Dieselmotor sorgte immer mal wieder für Kummer. „Schiff und Besatzung sind heil zurückgekommen“, freut sich Thomas Wulff. Bemerkenswert: In den mehr als vier Monaten hatte es ganze drei Regentage gegeben. Nur ein bisschen kalt sei der Sommer gewesen. Auf was sie sich jetzt am meisten freuen  ? „Auf die schöne Herbstzeit und die Atmosphäre in der Heimat“, sagt Thomas Wulff. Für die hat das Ehepaar auf seiner Reise auch mächtig die Werbetrommel gerührt. Die Wilstermarsch-Flagge wurde stets hochgehalten, die Wilstersche Zeitung war dank E-Paper tägliche Lektüre. In zehn Tagen geht es dann noch einmal los – zur großen Regatta der Gaffelsegler vor Glückstadt. Für nächstes Jahr gibt es erst einmal keine Pläne. Dann liegen umfangreiche Arbeiten an der „Fritz Lexow“ an. „Schönes Schiff“, hätten die Menschen in den nordischen Häfen immer wieder bewundernd gesagt. Die Antwort von Thomas Wulff: „Ja, aber auch schön viel Arbeit.“

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erstellt am 21.Sep.2016 | 10:19 Uhr

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