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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

Attraktive Innenstadt : Frisches Geld für eine Vision

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Etat für das Stadtmanagement steigt. Damit sollen in den kommenden Jahren sichtbare Veränderungen herbeigeführt werden.

Die Stadtmanagerin weiß es: „Es fehlen Positionierung, Vision, Leitbild – kurz ein Konsens und eine Aussage darüber, was Itzehoe ausmacht.“ Die Stadt habe „massive Probleme“, stellt Lydia Keune-Sekula fest. Die Sätze stehen in ihrem Positionspapier zur strategischen Ausrichtung des Stadtmanagements in den kommenden Jahren. Die enthaltenen Ideen tragen große Teile der Politik mit: Der Zuschuss der Stadt soll in den kommenden fünf Jahren deutlich steigen, und zwar auf 200  000 Euro pro Jahr.

Ausgangspunkt war ein zweiteiliger Workshop. Vertreter der Stadt, des Stadtmanagements sowie des Vereins Wir für Itzehoe als zweitem Gesellschafter der Stadtmanagement Itzehoe GmbH machten sich intensiv Gedanken. Die Ergebnisse fasste Lydia Keune in einem 22-seitigen Strategiepapier zusammen. Kernpunkt: Es brauche einen „Kraftakt“ mit klarer Strategie, und dieser müsse sich auf die Innenstadt konzentrieren. Die sei die Visitenkarte der Stadt, sagte sie im Wirtschaftsausschuss. Und als solche sei sie sehr wichtig für Firmen auf der Suche nach Arbeitnehmern, unterstrich Thomas Carstens, Wirtschaftsförderer im Rathaus.

Erstmals solle strategisches Marketing für Itzehoe betrieben werden, am Anfang stehe die Vision, so Keune im Strategiepapier. Und das ist für sie die geöffnete Störschleife. Vieles könne getan werden, aber dieses Projekt sei das „Ass im Ärmel“, das andere Städte nicht hätten. Das „immense Potenzial“ des zurückgeholten Wassers sollte auch für viele Veränderungen im Umfeld genutzt werden. Das sei eine „komplexe Gemeinschaftsaufgabe“, die alle einbeziehe bis hin zum einzelnen Bürger. Denn eine Hauptaufgabe sieht sie in der Antwort auf diese Frage: „Wie schaffen wir es, dass die Itzehoer gut über ihre Stadt sprechen?“ Dafür brauche es auch eindeutige Signale, sagte Keune im Ausschuss: „Ich kann keine Stadt am Wasser verkaufen, wenn ich nicht weiß, dass sie kommt.“

„Alles nicht umsetzbar“, kritisierte Günter Wolter (IBF). Bürgermeister Andreas Koeppen widersprach energisch: Die Vorarbeit habe der Verein Störauf mit Hilfe von Experten geleistet. Jetzt werden konkrete Schritte mit Hilfe eines Förderprogramms vorbereitet. „Es ist ziemlich epochal, was zurzeit passiert“, sagte Dieter Krämer (SPD).

Fünf bis zehn Jahre veranschlagt die Stadtmanagerin mindestens für die Umsetzung. Doch auch vorher soll viel passieren: „In den nächsten fünf Jahren wollen wir unbedingt mehr Sichtbares tun, nicht zuletzt, um dadurch auch Mitmachfreude bei den Akteuren der Innenstadt zu entzünden“, schreibt sie im Strategiepapier. Ideen gebe es genug, doch dafür in der Innenstadt Mittel einzuwerben, sei stets sehr mühsam – wenn es überhaupt gelinge.

Daher bekommt das Stadtmanagement jetzt freie Projektmittel: Um 40  000 Euro steigt der Etat jährlich, der Wirtschaftsausschuss stimmte ebenso zu wie gestern in den Haushaltsberatungen der Finanzausschuss. Das endgültige Ja in der Ratsversammlung erscheint damit nur noch als Formsache. Mit dem Geld sollen Vorhaben verwirklicht werden, die die Innenstadt attraktiver machen.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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