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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 23:15 Uhr

Itzehoe : Freies Internet in der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für 70 000 Euro wollen die Stadtwerke in Itzehoe acht neue Hotspots einrichten. Vom Berliner Platz bis zum Holstein Center gibt es dann ein durchgehendes W-Lan-Netz.

Freien Internetzugang in der Innenstadt: Für Smartphone-Nutzer soll das noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden. Die Stadtwerke planen bis Dezember acht weitere Hotspots im Zentrum der Kreisstadt zu errichten, mit deren Hilfe sich Passanten kostenlos in das Internet einwählen können. So wird es zukünftig in der Fußgängerzone ein zusammenhängendes W-Lan-Netz vom Berliner Platz bis zum Holstein Center in der Feldschmiede geben.

„Wir sehen bei den Bürgern Bedarf, beliebte Plätze in der Innenstadt mit öffentlichen W-Lan-Hotspots zu versorgen“, so Stadtwerke-Chef Manfred Tenfelde. Rund 70 000 Euro investiert das Unternehmen für den Ausbau. Zukünftige Standorte werden am Busbahnhof, am La-Couronne-Platz, in der Unteren Feldschmiede, der Kirchenstraße, im Bermuda-Dreieck am Sandberg und auf den Malzmüllerwiesen sein (siehe Grafik). In der Stadtbibliothek und am Berliner Platz werden bereits zwei kostenlose Hotspots betrieben.

Die Ausbauarbeiten sind derzeit in der Planungsphase. Einige Antennen sollen an privaten Häusern angebracht werden. „Wir führen in Kürze Gespräche mit den Hauseigentümern“, so Helge Stein, Leiter der Kommunikationsabteilung der Stadtwerke. Auf den Malzmüllerwiesen und am Sandberg würden darüber hinaus kleinere Tiefbauarbeiten anfallen. „Wir bereiten derzeit die Ausschreibungen vor.“

Der Zugang zum Internet ist einfach: Wenn sich Nutzer mit dem W-Lan-Netz verbinden, werden sie in einer Anmelde-Maske aufgefordert, ihre Handynummer einzugeben. Per SMS empfangen sie einen Zugangscode, mit dem sie sich anmelden und sieben Tage lang surfen können. 50 Megabit Bandbreite soll das geplante Netz haben.

Schon jetzt betreiben die Stadtwerke mit gleicher Technik ein freies W-Lan-Netz in Glückstadt und haben nach Angaben von Manfred Tenfelde „gute Erfahrungen“ gemacht. Auch aus der Stadtbilbliothek, wo der Zugang über Voucher, die am Empfang ausgegeben, geregelt wird, habe man nur positive Rückmeldungen erhalten.

Weil Hotspot-Betreiber seit einigen Monaten nicht mehr für Urheberrechtsverstöße der Nutzer haften müssen, sei es nun für die Stadtwerke auch rechtlich deutlich einfacher, öffentliches Internet zur Verfügung zu stellen. „Die Nutzung ist vorerst kostenfrei“, sagt Tenfelde. Weil allerdings für Einrichtung und Wartung des Netzes erhebliche Kosten entstünden, würde auf lange Sicht auch darüber nachgedacht, Bezahlmodelle einzuführen.

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erstellt am 04.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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