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Schüleraustausch : Frankreich trifft Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

19 Schüler aus der Normandie sind eine Woche lang zu Gast in Wilster.

19 französische Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren sind zurzeit im Rahmen eines Austauschprogramms noch bis zum Wochenende zu Gast an der Gemeinschaftsschule Wilster. Der Kontakt zur Schule in St. Clair sur Elle in der Normandie wird schon seit über zwei Jahrzehnten mit gegenseitigen Besuchen gepflegt. Im nächsten Jahr werden Jugendliche der Gemeinschaftsschule in der Normandie zu Gast sein.

Die französischen Gäste waren am Sonntagnachmittag in Hamburg-Fuhlsbüttel gelandet und wurden in Wilster von ihren Gasteltern empfangen. Schon am Montag nahmen sie am Unterricht sowie am Kochen in der Schulküche teil. Am Nachmittag empfing Bürgermeister Walter Schulz die Franzosen und deren Partnerkinder im Spiegelsaal des Neuen Rathauses.

Begleitet wurden die ausländischen Gäste von ihren Lehrerinnen Martine Maury, die schon seit sechs Jahren zu der Delegation aus St. Clair gehört, und deren neue Kollegin Martine Fache. Die Begrüßungsworte des Bürgermeisters wurden von der GSW-Lehrerin Martina Rode-Menzel ins Französische übersetzt. Weitere Verbindungslehrerin zu den Franzosen ist Merle Ontrup.

Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz hatte es sich nicht nehmen lassen, die Jugendlichen ins Rathaus zu begleiten und von dem beeindruckend und sehr schön hergerichteten Spiegelsaal zu schwärmen. Sie erzählte ihren Gästen, dass zurzeit an der Gemeinschaftsschule 430 Kinder unterrichtet würden. Insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern, im IT- und im sportlichen Bereich mit Stadion, Sporthalle, Schwimmbad und Volleyballfeld sei ihre Schule gut aufgestellt. Über die Verbindung zwischen den Schulen in St. Clair und Wilster wünschte Krumm-Voeltz, „dass dieser Austausch auf jeden Fall auch in Zukunft erhalten werden kann“.

In seiner Begrüßung stellte Walter Schulz die Stadt Wilster und die Wilstermarsch im Dreieck von Stör, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal vor, verwies auf Baudenkmäler wie Kirche, Altes und Neues Rathaus und beleuchtete die erheblichen Bemühungen um eine Verbesserung der städtischen Infrastruktur. Nur mit der Verbesserung des Wohn-, Lebens- und Freizeitwertes werde es möglich sein, Anreize für junge Leute zu bieten, entweder hier zu bleiben oder sich hier anzusiedeln.

Ein Problem für Wilster sei das Fehlen von industriellen Arbeitsplätzen. Darin sei die Tatsache begründet, dass es hohe Zahlen von Pendlern nach Brunsbüttel und in Richtung Hamburg gäbe. Mit Blick auf den Schüleraustausch stellte der Bürgermeister fest, dass die Welt offener geworden sei und es deshalb für junge Menschen wichtig sei, mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen über den eigenen Tellerrand zu blicken.

Zum Programm des Franzosen-Besuchs an der Gemeinschaftsschule gehört neben der Unterrichtsteilnahme auch eine „kulinarische Stadtrallye“. Zum Thema „Küche“, so sagte Lehrerin Martina Rode-Menzel, habe man erkundet, was die Gastronomie oder die Supermärkte hier zu bieten hätten. „In der Eisdiele gibt es beispielsweise 30 verschiedene Eissorten“, nannte sie nur ein Ergebnis der Rallye. Sie soll bei einem geplanten Besuch in Lübeck in gleicher Weise durchgeführt werden. Ein Höhepunkt soll am Freitag eine Tour nach Hamburg mit Besuch im Hachez-Schokoladenmuseum „Chocoversum“ werden. Nach einem freien Tag am Sonnabend starten die Franzosen am Sonntagmorgen in Fuhlsbüttel zum Rückflug in ihre Heimat.

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