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Hafen Glückstadt : Forschung vor Anker: Wissenschaftler präsentieren ihr Schiff im Außenhafen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Das Forschungsschiff Ludwig Prandtl kann besichtigt werden.

In der Regel ist das Forschungsschiff Ludwig Prandtl auf Nord- und Ostsee unterwegs und dient seiner Besatzung als mobile Messstation für zahlreiche Forschungen. Einmal im Jahr unterbrechen die Wissenschaftler jedoch ihre üblichen Fahrten, um bei der „Forschung-vor-Anker-Tour“ Interessierten einen Einblick in ihr Schiff und ihre Arbeit zu gewähren.

In diesem Jahr macht die Ludwig Prandtl auf ihrer Rundreise in Sachen Öffentlichkeitsarbeit auch in Glückstadt Station. Am morgigen Donnerstag, 10. Juli, liegt das Schiff im Außenhafen und kann besichtigt werden.

„Wir legen um 9 Uhr am Natureum Niederelbe in Balje an der Oste ab und erreichen nach etwa drei Stunden Überfahrt den Hafen von Glückstadt“, erklärt Jessica Klepgen, eine der Wissenschaftlerinnen an Bord. „Um 14 Uhr öffnen wir das Schiff zum Open– Ship. Bis 19 Uhr können sich Besucher dann an Bord über das Schiff selbst und unsere Forschungsthemen informieren.“

Das Forschungsschiff wird von Mitarbeitern des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht genutzt. Es wurde 1983 speziell als Forschungsschiff für den Einsatz in der flachen oder tidebeeinflussten Nord- und Ostsee gebaut. Aufgrund der Seetauglichkeit und des geringen Tiefgangs von weniger als zwei Metern eignet sich das 31 Meter lange Schiff besonders für den Einsatz im Übergangsbereich zwischen Watt und offener See sowie in den Mündungen der großen norddeutschen Flüsse.

Während des Besuchs in Glückstadt präsentieren die Wissenschaftler an Bord insbesondere ihre Forschungsergebnisse zum Thema Klimawandel und Küstenschutzbedarf in Norddeutschland.

Weiterhin können sich die Besucher über aktuelle Forschungen im Bereich Schiffsemissionen informieren und zum Beispiel erfahren, wie das Wattenmeer auf Ölverschmutzungen reagiert und wie sich Schiffsabgase in Europa ausbreiten. Außerdem erleben die Gäste, wie die Forscher aus Geesthacht mit autonom arbeitenden Messinstrumenten etwa den Salz- und Chlorophyll-Gehalt im Wasser ermitteln und eines der weltweit umfangreichsten Küstenüberwachungssysteme (COSYNA) betreiben und weiterentwickeln.

„Die Besucher können zudem an Schiffsführungen teilnehmen und sich allerhand an Bord befindliche Messgeräte zeigen lassen, die unsere Forscher auf ihren Messkampagnen auf Nord- und Ostsee nutzen“, sagt Jessica Klepgen. „Und auf dem Peildeck gibt es ein Vogelquiz.“

>Weitere Infos über Schiff und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht unter www.hzg.de/institute/coastal_research/

 

 

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