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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 18:50 Uhr

Wacken Open Air : Forgotten North rocken in Wacken

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

45 Minuten auf der Bühne des weltgrößten Heavy-Metalfestivals: für Glückstädter Musiker geht ein Traum in Erfüllung

Forgotten North – Künstlerische Freibeuter, die das Wacken Open Air (WOA) erobern wollen. Am Sonnabend, 6. August, um 15 Uhr „entern“ die fünf Vollblutmusiker aus Glückstadt, Steinburg und Dithmarschen die „Wackinger“ Bühne des weltgrößten Metal Festivals. „Es ist einfach unglaublich! Wir können es noch gar nicht so richtig fassen, dass wir zur besten Spielzeit die Möglichkeit haben, uns auf diesem Festival zu präsentieren“, freut sich Bandgründer Peter Schäfer.

Seit über 20 Jahren ist der Bandname Forgotten North mit Glückstadt verwurzelt. 1995 unter anderen von Peter Schäfer und Sascha Maurer als Power Metal-Band gegründet, wechselten die musikalischen Stilrichtungen mehrfach. Die Band löste sich auf, wurde aber vor zwei Jahren von Peter Schäfer wieder ins Leben gerufen. Der Glückstädter Geschäftsmann holte alte Bandkameraden und neue Musiker zusammen. Der Name blieb – die Stilrichtung war neu. Und klar war, sie wollten ins Profi-Geschäft einsteigen. „Es ist ein gigantisches Gefühl, auf dem WOA spielen zu dürfen. Wer weiß, vielleicht ist der Auftritt dort für uns auch ein Sprungbrett in die Zukunft, wie wir sie uns wünschen“, sagt Schäfer.

Die Musiker treten unter Künstlernamen auf: Børje Lokisson (Gesang) heißt mit bürgerlichem Namen Sascha Mauerer (42), kommt aus Glückstadt und ist angehender Veranstaltungskaufmann. Oluf Johansson (Gesang, Mandoline, Flöte) heißt Oliver Rau (43). Der Itzehoer ist selbstständiger IT-Berater. Roman Rossbach (41) aus Vaale alias Thor Hestcreek (Gitarre, Flöte) ist hauptberuflich Musiker. Ebenfalls Musiker ist Ansgaar Lys Hårktåt (Bass) mit bürgerlichem Namen Dennis Paulsen (33) aus Wilster. Am Schlagzeug sitzt Petter Thoresson alias Peter Schäfer (42). Er ist Inhaber des Geschäfts „Reifen Schäfer“ in Glückstadt.

In Eigenregie und ohne Plattenlabel haben sie seither zwei CDs veröffentlicht. „Während unsere erste Scheibe noch ziemlich experimentell war, spiegelt die zweite CD das wieder, was wir machen wollen und was wir sind“, so der Schlagzeuger. Mit ihrer Musik überzeugte die Band auf dem Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen auch die Macher des Wacken Open Airs. Sie boten Forgotten North an, beim WOA zu spielen und verpflichteten sie auch für das „Wacken Winter Nights Fest“ im Februar des kommenden Jahres.

„Seit wir die Zusage erhalten haben, auf Wacken spielen zu dürfen, sind wir alle total aufgeregt.“ Das fange bei den Bandmitgliedern an und gehe hin bis zu ihren Teammitgliedern, die hinter den Kulissen die Fäden ziehen, verrät Oliver Rau. Und Sascha Maurer ergänzt: „Wir sind ja alle schon seit Jahren dabei und haben schon unzählige Veranstaltungen bespielt. Etwas Aufregung ist bei jedem Gig spürbar, doch diese Form des Lampenfiebers haben wir schon lange nicht mehr erlebt.“

Um sich auf dem WOA bestmöglich zu präsentieren, probt die Band mehr als sonst. Am musikalische Zusammenspiel wird bis ins Detail gefeilt und auch die zeitliche Abfolge der Licht- und Pyro-Effekte sowie der Auf- und Abbau des gesamten Bühnenequipments wird trainiert. „Wir haben auf dem WOA genau 45 Minuten Spielzeit und diese wollen wir bestmöglich nutzen“, erklärt Roman Rossbach. „Wer weiß, vielleicht haben wir Glück und die richtige Person ist vor Ort, die uns den Weg zu einem lukrativen Plattenvertrag ebnen kann“, ergänzt Peter Schäfer.

In ihren Liedern besingt die Band in deutscher Sprache regionale Mythen und Legenden, verpackt in eingängige Melodien. Elemente der Folkmusik und des Rocks werden vermengt. „Man kann uns eigentlich keiner festen Stilrichtung zuordnen. Die grobe Richtung ist wohl Mittelalter- oder Viking-Rock“, sagt Peter Schäfer. Das Bühnenbild spiegelt dies wider. So zählt unter anderen ein mehrere Meter langes Wikingerschiff zur Dekoration der Bühne. Auch die wilde, kämpferisch anmutende Garderobe und Bühnenpräsenz der fünf Akteure erinnert an das Frühmittelalter. „Die Montur, die ich während des Auftritts trage, wiegt etwas mehr als 22 Kilogramm. Die Outfits meiner Kollegen sind nicht viel leichter“, sagt Peter Schäfer.

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