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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 18:47 Uhr

Fast vier Stunden Shantys – Musikfest im Theater

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das fünfte Itzehoer Shantychor-Festival „Maritimer Herbst“ im voll besetzten Theater Itzehoe konnte erst mit einer viertelstündigen Verspätung beginnen. Der Grund: Drei Autos versperrten die Feuerwehrzufahrt, und die Vorstellung konnte erst starten, als sie entfernt worden waren. Es blieb das einzige Problem an einem ansonsten rundum gelungenen Nachmittag voller Musik.

Wieder hatten die Itzehoer Störschipper drei weitere Chöre eingeladen, sie kamen aus Hamburg, Stade und Tarp. Mit dem Begrüßungslied „Wenn bei Sturm und Wetterlicht“ läuteten die Gastgeber die Veranstaltung ein – so seien die Zuhörer „an Bord gekommen, um mit uns auf eine musikalische Reise zu gehen über alle sieben Meere“, sagte Bürgervorsteher Heinz Köhnke.

Dann gab er die Bühne frei für „De Treeneschipper“ aus Tarp. Dieser Shantychor, erst 2009 gegründet, brachte unter seiner musikalischen Leiterin Claudia Balzer und dem Vorsitzenden Just Krüger ein beachtliches Repertoire auf die Bühne. Es folgten die „Stader Hafensänger“ unter der musikalischen Leitung von Silke Bolz und Ernst-Peter Schradieck. Der Shantychor ist vor 39 Jahren aus dem Stader Anglerverein hervorgegangen und wurde unter seinem Vorsitzenden Gerhard Bellgardt schon bald fester Bestandteil vieler Stader Feste.

Nach ihnen kam der durch „Inas Nacht“ fernseherfahrene Shantychor Hamburg „De Tampentrecker“ auf die Bühne. Unter dem Vorsitzenden Lothar Überall und dem musikalischen Leiter Tim Hußmann konnte er gerade erst sein 40-jähriges Bestehen feiern. Seit der Gründung hat der Chor schon mehr als 2000 Auftritte absolviert und damit einen anerkannten Spitzenplatz unter den Shantychören erreicht.

Die Ursprünge der Itzehoer Störschipper gehen auf den bereits 1898 gegründeten Itzehoer Männerchor zurück, der 1988 sein Repertoire auf maritimes Liedgut umstellte. Gemessen an den wachsenden Erfolgen des Shantychores sei diese Entscheidung damals die richtige gewesen, so Vorsitzender Gerd Biermacher. Unter der musikalischen Leitung des Japaners Masanori Hosaka ist der Chor nicht nur nach der Mitgliederzahl gewachsen, sondern kann auch durch stimmliche Qualität immer mehr überzeugen.

Alle vier Shantychöre verstanden es, durch viele Ohrwürmer die Besucher sehr schnell zu begeistern, sodass diesen die insgesamt fast vier Stunden Konzert niemals langweilig wurden. Nach den jeweils zweiten Auftritten der einzelnen Gruppen verlangten die Zuschauer begeistert nach Zugaben. Beim großen Finale mit allen Chören waren auch die Besucher aufgefordert, alle vier Strophen der Nordseewellen mitzusingen.

Bürgervorsteher Köhnke bedankte sich bei den Gastchören mit dem Wappenschild der Stadt. Und Biermacher verwies bereits auf die beiden nächsten Großveranstaltungen der Itzehoer Störschipper: Am 4. Februar 2017 zum 15. Mal das Konzert „Musik liegt in der Luft“ und am 3. November 2018 zum sechsten Mal das alle zwei Jahre stattfindende Shantychor-Festival.

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