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Norddeutsche Rundschau

23. März 2017 | 17:39 Uhr

Farbige Vielfalt: Ausstellung im Gesundheitsamt

vom

Itzehoe | "Neue Bilder" heißt die Ausstellung, zu der drei Itzehoer Malerinnen mit einer Auswahl aktueller Arbeiten einladen. 70 Gemälde beleben dafür die Wände der langen Flure im Kreisgesundheitsamt mit einer Vielfalt an Formen, Farben, Motiven und Malweisen.

Annette Jansen, Annegret Klingelhöfer und Gesa Stork sind Ehemalige des seinerzeit an der Volkshochschule von Karl-Heinz Kock geleiteten Kunstkurses. Der Kontakt ist nie abgerissen: Bei regelmäßigen Treffen werden Arbeiten vorgestellt und besprochen, sowie Kritik und Anregungen gegeben.

"Sehr eindrucksvoll", sagte Sieglinde Schuback, die die von ihr und Ines Wüstenberg betreute Ausstellung eröffnete. "Künstlerbund-Niveau", lobte Karl-Heinz Kock seine früheren Schülerinnen. Dass sich jede von ihnen inzwischen zu hohem Anspruch weiter entwickelt hat, macht der Gang durch die Ausstellung an Beispielen technischer Reife und künstlerischer Aussage deutlich.

Mit reicher Palette ist Gesa Stork vertreten. Einer ihrer Schwerpunkte: Experimentelles Malen, das der Betrachter beeindruckend beispielhaft dokumentiert findet. Ebenso weit gestreut sind die Motive: Afrika, unter anderem Namibia ("Nächtliche Wasserstelle"), auch ein "Slowakisches Dorf", Naturbeobachtung ("Nach dem Regen"), Nachdenkliches ("Der letzte Sand").

Für Annegret Klingelhöfer stehen Aquarellmalerei und neuerdings auch Acrylmalerei im Vordergrund. Vorherrschendes Thema: Menschen - einzeln, zu zweit, in verschiedenen Posen. Extravagant die gewählten, oft länglichen Formate, eingängig die helle, leicht-luftige Farbgebung.

Menschen in Zeichnung und Malerei sind auch für Annette Jansens Arbeit der Maßstab. Auffällig ist die Neigung zu Bildserien ("Waldlandschaft Küste", "Rote Felsen"). Herausragend dabei: "Klagelied für San Luca", Porträts in Erinnerung an die Duisburger Mafia-Morde 2007, als Angehörige der Ndrangheta aus San Luca in Kalabrien vor einer Pizzeria sechs Mitglieder eines verfeindeten Clans erschossen. Ein Zeitungsfoto regte zu den Bildern an, die den Schrecken und die Resignation der Frauen von San Luca ebenso glaubhaft wiedergeben wie ihre durch Terror, religiöse Heuchelei und Gewalttaten zerstörten Lebensträume.

> "Neue Bilder" bis Oktober im Gesundheitsamt, Viktoriastraße 17, geöffnet Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-12 Uhr.

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erstellt am 16.Jul.2013 | 03:59 Uhr

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