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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 00:21 Uhr

Grevenkop : Es begann mit 200 Tieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Grevenkoper Pute feiert Jubiläum mit geladenen Gästen / Betrieb besteht seit 50 Jahren

Mit 200 Küken hat es damals angefangenen – heute werden in Grevenkop auf dem Hof Klüver mehr als 80  000 Puten pro Jahr aufgezogen, geschlachtet, verarbeitet und vermarktet. Gestern begrüßten Hans und Christel Klüver mehr als 100 geladene Gäste, um gemeinsam das 50-jährige Bestehen des traditionsreichen Familienunternehmens zu feiern.

Dabei stand die Jubiläumsfeier ganz unter dem Firmenmotto, das größtmögliche Transparenz beinhaltet. So ging es dann für die Gäste in Gruppen auch einmal quer durch den Betrieb – von der Anlieferung und Hängung im abgedunkeltem Raum, über die Schlachtung und Grobzerlegung, die Verarbeitung und schließlich die Verpackung bis in den eigenen Hofladen, wo viele der bis zu 70 verschiedenen Produkte angeboten werden. Timm Klüver, der inzwischen den Betrieb übernommen hat, berichtete wie gründlich und häufig die Reinigung erfolge, welchen Überprüfungen sich der Betrieb stellen muss und welche Auflagen einzuhalten sind.

Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, lobte Pioniergeist und Weitsicht, die Hans Klüver vor 50 Jahren bewiesen hatte. „Die mutige Entscheidung von damals hat sich gelohnt. Grevenkoper Puten genießen weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf und sind ein Synonym für hochwertige Produkte rund um die Pute.“ Das zeige auch die höchste Auszeichnung der Landwirtschaftskammer, das Goldene Gütezeichen, das Produkte der Grevenkoper Pute tragen.

Ein weiteres Jubiläum feiert die Geschäftsbeziehung der Klüvers zum Moorgut Kartzfehn. Vor 50 Jahren hatte Hans Klüver mit seinen Eltern dort die ersten 200 Putenküken gekauft und ist dieser Geschäftsverbindung bis heute treu geblieben. Moorgut-Geschäftsführer Ewald Drebing ging auf den Wandel in der Putenzucht ein. Habe man vor 50 Jahren vor allem die Gewichtszunahme der Tiere im Blick gehabt, ginge es heute viel mehr um Tierwohl und Gesundheit. „Es braucht Zeit, bis es bei den Züchtern ankommt, aber wir haben das verstanden.“ Einen launigen Vortrag über Tierschutz und Tierwohl hielt der Tierschutzbeauftragte der Landesregierung, Professor Edgar Schallenberger, der warnte: „Wer keine Ahnung von Tierschutz hat, sollte die Finger davon lassen.“

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erstellt am 26.Sep.2016 | 18:05 Uhr

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