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Norddeutsche Rundschau

28. April 2017 | 20:07 Uhr

Itzehoe : Endlich Aufzüge im Bahnhof

vom

Feierstunde zur Einweihung der 2,3 Millionen-Euro-Investition / Kommendes Jahr Umbau der Toiletten ?

itzehoe | Mehrere hundert Meter Umweg, bei Wind und Wetter und nur mit Begleitung über die Gleise. Nur so konnten Reisende, die die Treppen nicht schafften, am Bahnhof zu den Zügen gelangen. Vorbei. Gestern sind die drei neuen Aufzüge offiziell eingeweiht worden.

2,3 Millionen Euro wurden investiert bis zu dem Termin, den Ulrich Demmer vom Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn "ersehnt und denkwürdig" nannte. Seit Oktober laufen die Fahrstühle im Testbetrieb - "ohne Störung". Die neue Barrierefreiheit sei eine "entscheidende Qualitätsverbesserung", befand Ministerialdirigent Günther Meienberg aus dem Kieler Verkehrsministerium, das sich mit 800 000 Euro an den Kosten beteiligt hatte. Nun seien alle Knotenpunkte der Marschbahn mit Auf zügen versehen, nach der Neuausschreibung des Bahnnetzes Mitte in gut zwei Jahren würden neben der Nord-Ostsee-Bahn auch die anderen Anbieter barrierefreie Züge fahren lassen.

"Barrierefreiheit für alle ist der Maßstab, der angestrebt werden muss", sagte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Er dankte wie auch die anderen Redner vor allem der Agenda 21-Gruppe für ein senioren- und behindertengerechtes Itzehoe. Diese habe sich das erste Mal vor mehr als sieben Jahren mit dem Thema Aufzüge befasst, sagte Marita Brunswik, die der Gruppe inzwischen nicht mehr angehört. Sie lobte den Einsatz von "Motor" Friedrich-Wilhelm Trottmann, Bürgervorsteher Heinz Köhnke, der als ehemaliger Eisenbahner Kontakt hergestellt hatte, dem früheren Wirtschaftsminister Dietrich Austermann und dem FDP-Landtagsabgeordneten Heiner Garg, der in einem von Brunswik verlesenen Grußwort gratulierte. Und sie erinnerte an den mühsamen Weg zum Erfolg inklusive der Verzögerungen beim Bau. Eindringendes Wasser und Probleme bei der Stromversorgung nannte Demmer als Gründe.

Die nächste Baustelle sind die Toiletten. Möglichst im kommenden Jahr sollen sie für 50 000 Euro vandalismussicher umgebaut werden, doch zunächst müsse ein Betreiberkonzept her, so Demmer. Daran werde gestrickt, und es gehe dabei auch um Zivilcourage und die Mitverantwortung der Öffentlichkeit: "Es ist Ihr Bahnhof." Wenn dieser Umbau geschafft sei, stehe der Bahnhof dort, wo er hingehöre, betonte Koeppen: "Ein Fernverkehrshalt muss einen guten Standard haben."

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erstellt am 14.Nov.2012 | 07:45 Uhr

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