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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 09:03 Uhr

Musik : Ende einer Ära: die letzte Oldienacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steigende Kosten, rückläufige Besucherzahlen – der Steinburger Oldie Club veranstaltet wohl künftig keine Live-Konzerte mehr. Am 12. November geht im Colosseum von Wilster aber noch einmal die Post ab.

Seit 30 Jahren gibt es die Band „Break Even“, seit knapp zwei Jahren sind „Pale Face“ nicht mehr zusammen öffentlich aufgetreten. Die Gruppen verbindet Joachim Paulsen, der in beiden Formationen am Schlagzeug sitzt. Paulsen ist außerdem der zweite Vorsitzende des Steinburger Oldie Clubs (SOC), der am Sonnabend, 12. November, wieder eine Oldienacht im Colosseum plant.

„In dieser Form wird es aber wohl definitiv die letzte Oldienacht sein“, sagt Paulsen. Die Kosten steigen und die Gästezahlen gehen zurück, kostendeckend arbeiten ist da kaum noch drin. Auch der Vorsitzende Andreas Laabs sieht die Zukunft der Konzerte, aber auch den Fortbestand des Clubs eher im Nebel. „Es wird immer schwerer, Bands für kleines Geld nach Wilster zu holen und in dem großen Saal für ein geringes Eintrittsgeld wie bisher auftreten zu lassen.“ Die Organisation ist aufwändig, Saalmiete, Gagen und Sicherheitsauflagen werden immer höher.

Als jetzt die Beratungen im Vorstand anstanden, war schnell klar, dass in diesem Herbst die Status Quo-Coverband Break Even und die Wilsteraner Localheroes Pale Face an den Start gehen. Beide Gruppen sind nicht zum ersten Mal bei der Oldienacht und in der Region bekannt. Pale Face haben sich für den Auftritt wiedervereint. „Es bringt unheimlich viel Spaß, die Stimmen und das Miteinander passen einfach“, sagt Lisa Linder. Gemeinsam mit Joachim Paulsen (Drums), Benedikt Wegener (Keyboard), Sebastian Harnau (Gitarre/Gesang), Dennis Paulsen (Bass) und Florian Lindemann (Gitarre/Gesang) probt die Sängerin bereits für die Oldienacht. „Auch, wenn wir uns alle kennen und lange genug zusammengearbeitet haben, muss noch kräftig geübt werden“, wissen die Bandmitglieder.

Auch die Musiker von Break Even bereiten sich auf das Konzert im Wilsteraner Colosseum vor. Christian und Peter Mehrhof (beide Gitarre/Gesang), Stefan Jorsweg (Bass) und Achim Paulsen (Drums) haben gerade ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum in Hamburg mit vielen Gästen groß gefeiert. Sie spielen die Hits von Status Quo, die im Original seit über 50 Jahren erfolgreich um die Welt touren.

„Rock’n’Roll will never stop“ ist die Devise der Neumünsteraner Band „The White Lines“. Die Brüder Carsten (Leadgitarre), Olaf (Rhythmusgitarre) und Bernd Tesch (Kontrabass und Gesang) werden zusammen mit ihrem Drummer Michael Helle und ihrem unverwechselbaren Rockabilly-Sound eigene Kompositionen und bekannte Titel von Elvis, Buddy Holly, Carl Perkins, Eddy Cochran, Chuck Berry und Co. präsentieren.



>Karten gibt es an der Abendkasse für 10 Euro, Mitglieder zahlen wie immer nur die Hälfte, die Oldienacht beginnt um 20.30 Uhr, Einlass ab 20 Uhr.



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