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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 15:22 Uhr

Klinikum Itzehoe : Elf Millionen Euro für neue Psychiatrie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ministerpräsident übergibt Förderbescheid an Klinikum Itzehoe.

Das Wetter draußen interessiert nicht, wenn Politiker auf Sommerreise sind. Deshalb sprach Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) gestern im Klinikum Itzehoe von einem „extrem sonnigen und fröhlichen Tag“ für das Krankenhaus. Die Zustimmung war ihm sicher – der Landeschef hatte einen Förderbescheid in Höhe von elf Millionen Euro dabei für den Neubau des Zentrums für Psychosoziale Medizin.

Dieser soll im Herbst beginnen. „Wir machen seit langem moderne Psychiatrie und haben mit diesem Entwurf versucht, das in ein Raumkonzept zu gießen“, sagte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. 18 Millionen Euro soll der Bau insgesamt kosten. Rund 1100 Patienten werden derzeit pro Jahr behandelt, der stationäre Anteil geht aber zurück. Dazu passend soll das neue Gebäude Räume der Begegnung bieten, wie Oberärztin Claudia Vallentin dem Ministerpräsidenten erläuterte. Zwischen den verschiedenen Bereichen – von intensiv bis „low care“ – soll es fließende Übergänge geben.

Die Förderung durch das Land sei „ein starkes Signal für das Klinikum und die Krankenhaus-Landschaft in Schleswig-Holstein“, sagte Albig und unterstrich deren Bedeutung, ökonomisch wie gesellschaftlich, ebenso wie die Qualität des Gesundheitssystems, trotz aller berechtigter Kritik. Zudem würdigte er das Bemühen des Klinikums um Flüchtlinge und deren Ausbildung: Da würden sich Förder-Möglichkeiten finden. Ziegler hörte es wohl. Eine neue Gesundheits- und Krankenpflegeschule wünscht sich das Klinikum ohnehin, nun erläuterte er Albig die Idee eines integrativen Bildungszentrums, das möglichst auch Flüchtlinge in den Beruf bringt. Sein Eindruck: „Das ist auf großes Interesse und großes Wohlwollen gestoßen.“

Beim nächsten Termin hatte Albig kein Geld im Gepäck, aber Lob für „mutige, junge Unternehmer“. In diesem Fall eine Unternehmerin: Dagmar Schneider präsentierte im Innovationszentrum Izet die Nandatec GmbH. Auf Basis der Nanobiotechnologie hat die Firma eine neuartige Beschichtung entwickelt, die Oberflächen keimfrei hält. In einem Monat soll sie auf den Markt kommen (ausführlicher Bericht folgt).

Das ist geplant:

Das Zentrum für Psychosoziale Medizin umfasst die Fachrichtungen Psychiatrie und Psychosomatik. Die bisherigen Räume sind 40 Jahre alt und waren damals die erste Psychiatrie, die dezentral in einem Schwerpunkt-Krankenhaus untergebracht wurde. Neu entsteht auf früherem Hackstruck-Gelände ein dreigeschossiges Gebäude in L-Form mit fast 4000 Quadratmetern Nutzfläche. Aufnehmen soll es 70 stationäre Betten, 40 tagesklinische und 15 psychosomatische Plätze – die psychosomatische Tagesklinik soll dann aus ihren derzeitgen Räumen am Langen Peter in das neue Gebäude umziehen. Im Frühjahr 2018 soll es fertig sein.

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erstellt am 04.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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