zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 19:19 Uhr

Eislabor nicht nur für heiße Tage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Egal wie das Wetter ist, wenn das Eiscafé Rialto geöffnet hat, sind im Kühltresen zahlreiche Eissorten vorrätig. Damit das so ist und die Gäste zwischen Vanille, Marzipan, Malaga, Mokka, Tartufo, Joghurt und verschiedenen Fruchteissorten wählen können, arbeitet Jens Kock täglich drei bis vier Stunden im Eislabor. Rialto-Inhaberin Melanie Christen ist geprüfte Speiseeisherstellerin, ihr Mann Jens Kock hat die Fertigkeiten von seinem Schwiegervater Konrad Christen übernommen.

Der Tag des Eismachers beginnt mit dem Reinigen der Maschinen. Hygiene steht an erster Stelle, die Auflagen sind hoch. In der Eisküche vom Rialto stehen zwei große Eismaschinen. „Ich arbeite alleine, mehr könnte ich nicht bedienen“, sagt Jens Kock. Die ältere Maschine bereitet schon seit 20 Jahren das Eis in Wilster zu und benötigt für zirka sechs Liter Eis etwa 15 Minuten. Die neuere Maschine produziert etwa zehn Liter Masse in zehn Minuten.

„Die Maschinen werden zweimal jährlich gewartet, und die alte Maschine wird von mir sehr gepflegt, damit sie noch lange funktioniert.“ Aber auch, wenn alles auf Knopfdruck funktioniert, heißt es aufpassen. Ist die Eismasse zu lange in der Maschine, kann sie verbrennen, wird steinhart und ist nicht mehr zu gebrauchen.

„Einige Sorten werden kalt angerührt, andere erst im Milchkocher aufgekocht, so sind sie länger haltbar“, erklärt Kock weiter. Er stellt von den gängigen Sorten immer Mengen für maximal zwei Tage her, alle anderen Sorten werden nach Bedarf produziert. „Mit der Zeit weiß man, was gut läuft, ich habe da meinen Rhythmus gefunden.“ Jens Kock besucht Eisseminare, die von einigen Zulieferfirmen angeboten werden, um auf dem Laufenden zu bleiben und Neuheiten nicht zu verpassen. „Es wird immer schwieriger, hier im Norden nur vom Eis zu leben, viele Kollegen bieten immer öfter auch Frühstück und Kuchen an“, sagt er zur Marktsituation.

Im Milchkocher wird eine neutrale Milchmasse bei 86 Grad gekocht und leicht abgekühlt aromatisiert, nur Vanille wird für ein intensives Aroma gleich mit gekocht. „Vanille, Schoko, Stracciatella und Amarena-Kirsch gehen immer.“ Das sind die Renner in der Wilstermarsch.

Aber auch in den angrenzenden Gemeinden wird das Eis von Jens Kock gern konsumiert. Der Rialto-Eiswagen hat sich etabliert und wird gut angenommen. Von Dienstag bis Freitag fährt der Wagen die Geestdörfer an. „Am Wochenende wird der Wagen oft für Veranstaltungen gebucht“, berichtet Kock.

Wenn die Eismaschine ihr Werk beendet hat, wird die fertige Eismasse in vorgekühlte Behälter gefüllt, die dann sofort wieder in einen der großen Kühlschränke wandern, bevor sie in den Verkauf kommen – im Café oder im Eiswagen.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Aug.2016 | 17:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen