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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Eine musikalische Reise durch die Welt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei der Kirchengemeinde trafen sich Menschen aus vielen Ländern zum gemeinsamen Singen

Im Gemeindehaus Wilster konnte man jetzt einen musikalisch abwechslungsreichen und fröhlichen Abend erleben. Schon 20 Minuten vor Konzertbeginn mussten die letzten Stühle im Gemeindehaus zusammengesucht werden, um dem großen Besucherandrang gerecht zu werden. „Ich habe mit einigen Gästen gerechnet, aber mit so vielen tatsächlich nicht!“, gestand Karl Wilhelm Steenbuck in seiner Eröffnung zu dem musikalischen Abend und freute sich sichtlich.

Der Pastor führte aus, dass dieser Abend eine Brücke werden sollte, eine Brücke zwischen den Menschen aus anderen Ländern, die in der Wilstermarsch eine neues Zuhause gefunden, und den Einheimischen, die sich bisher als gute Gastgeber erwiesen hätten. Er lobte sowohl die Bereitschaft zur Hilfe der vielen Freiwilligen als auch die Dankbarkeit und Bereitschaft der Gäste, sich zu integrieren. Dann übergab er an die Musiker.

Zur Eröffnung sang die Wilsteraner Kantorei zwei bekannte deutsche Volkslieder, welche von vielen der Anwesenden mitgesungen wurden. Danach ging es auf eine musikalische Reise durch die Welt. Vorgetragen wurden Lieder aus Afghanistan, dem Iran, Armenien, dem kurdischen Syrien, aus Thailand, Kuba, Chile und den USA. Mit voller Hingabe wurde, für Europäer oft fremd und unbekannt klingend, über Träume und Pusteblumen, die Liebe und das Leid, das Fernweh und exotische Vögel gesungen und obwohl man Musik aus neun Nationen und drei Kontinenten gehört hatte, kam zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von Grenzen auf. Ganz im Gegenteil: Von der sprichwörtlichen Steifheit der Norddeutschen war keine Spur zu spüren. Wo man mitsingen konnte, wurde mitgesungen. Es wurde im Takt mit geklatscht, man war ausgelassen, beeindruckt von der Leistung der Musiker. Man half sich gegenseitig aus, wenn man instrumentale Begleitung brauchte und mit Respekt und viel Applaus wurden die Musiker belohnt. Zum Abschluss wurde das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen" eingeübt, so dass auch die Menschen aus anderen Völkern es lernen und mitsingen können.

Nach dem Konzert wurden Getränke angeboten, die für die vertretenen Länder typisch sind. Man unterhielt sich dabei über die Musik, die Geschichten der Flüchtlinge, über das Leben in der Wilstermarsch, über Hoffnungen, Wünsche und Träume. Danach machte man sich mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Melodie im Herzen auf dem Heimweg.





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erstellt am 14.Okt.2016 | 14:15 Uhr

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