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Norddeutsche Rundschau

01. November 2014 | 06:21 Uhr

Ein Pastor mit Geschichte

vom

Ingo Pohl wurde gestern feierlich ins Amt eingeführt / 44-Jähriger wechselte vom katholischen Priesteramt in die evangelische Kirche

Brunsbüttel | In der Kirchengemeinde Brunsbüttel sind jetzt wieder alle vier Pfarrstellen mit einem Seelsorger besetzt. Gestern stellte sich in einem stark besuchten Gottesdienst in der Jakobuskirche Pastor Ingo Pohl der Gemeinde vor. Der Dithmarscher Propst Dr. Andreas Crystall führte den 44-Jährigen mit einem Händedruck und Segen in sein Amt ein, nachdem Gunhild Maume aus der Kirchenkreissynode Dithmarschen die entsprechende Urkunde der Nordelbischen Kirche (NEK) verlesen hatte.

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Pastor Pohl ist von der NEK als "Pastor z.A." nach Brunsbüttel berufen worden, was Propst Crystall scherzhaft mit "Pastor zum Anfassen" statt "zur Anstellung" übersetzte. Nach drei Jahren kann der Seelsorger verbeamtet werden. Mit Pastor Ingo Pohl ist zum ersten Mal ein ursprünglich katholischer Priester nach seinem Wechsel in die evangelisch-lutherische Kirche als Pastor eingesetzt worden. Das katho lische Amtsverständnis, so hatte der 44-Jährige im Vorwege geäußert, sei am Ende nicht mehr seines gewesen.

Der Kirchenvorstand unter Leitung des Vorsitzenden Pastor Jochen Driesnack, Propst Crystall sowie die ört lichen Amtskollegen Knut Nippe und Peter Marten zogen gemeinsam in das voll besetzte Gotteshaus ein. Die Kantorei Brunsbüttel verlieh dem feierlichen Gottesdienst, an dem auch Bürgervor steherin Rita Audiger und Bürgermeister Stefan Mohrdieck teilnahmen, einen besonderen gesanglichen Glanz.

Die Pfarrstelle in Brunsbüttel-Ort war seit dem Wechsel von Pastorin Birgit Mahn nach Elmshorn 18 Monate lang vakant gewesen, ehe sie jetzt von Pastor Pohl übernommen wurde.

Der neue evangelische Pastor sei, so sagte Propst Crystall, in die Kirchengemeinde Brunsbüttel gesandt worden, um zu predigen, zu trösten und den Menschen nahe zu sein. "Es geschieht Gutes, wenn Sie als evangelischer Pastor hier nach Brunsbüttel gekommen sind", freute sich der Propst. Es liege an Pastor Pohl, ob nun sogar Besseres geschehen werde. Dafür bringe der neue Seelsorger umfangreiche berufliche Erfahrungen und zusätzliche Qualifikationen mit. Der Propst zeigte sich überzeugt, dass Pastor Pohl sich mit ganzer Schaffenskraft in die Gemeinde einbringen und vielleicht auch neue Impulse setzten werde.

Vor drei Wochen in seine neue Wohnung im Pastorat eingezogen, versicherte Ingo Pohl, er sei froh hier zu sein. "Brunsbüttel hat viele Facetten und ist in Bewegung." Die Gemeinde habe ein enormes Potenzial und eine Geschichte, wie auch er dies von sich sagen könne. "Ich bin gern gekommen und würde auch gern bleiben", sagte Pastor Pohl und schloss mit Blick auf die Gemeinde: "Ich freue mich auf unser Miteinander!"

Am Sonntag, 4.März, wird Pastor Pohl in einem Festgottesdienst um 14 Uhr in der St.-Jürgen-Kirche in Heide mit elf weiteren Kollegen durch Bischof Gerhard Ulrich ordiniert. Der gebürtige Berliner hat in Paderborn und Rom studiert, erhielt 1997 die Priesterweihe und war nach seinem ersten Einsatz in einer Gemeinde in der Seelsorge-Ausbildung an der Uniklinik Münster tätig, dann als Krankenhaus-Seelsorger und zuletzt auf der Nordseeinsel Borkum.

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von
erstellt am 20.Feb.2012 | 03:59 Uhr

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