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Norddeutsche Rundschau

30. März 2017 | 18:36 Uhr

Kirche : Ein Gottesdienst der anderen Art

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Frauen-Quintett will mit neuem Angebot möglichst viele Besucher am Donnerstag in die Brokdorfer Kirche locken.

Gottesdienst mal anders – fünf Frauen aus Brokdorf wünschen sich mehr Kirchenbesucher jüngerer und mittlerer Altersgruppen und organisieren daher, nach Rücksprache mit Pastor Eckart Grulke und dem Kirchengemeinderat, kurzerhand selber einige Gottesdienste. Nicht weil sie glauben, dass sie es besser können, sondern weil sie sich als Mitglieder der Kirchengemeinde ebenso in der Verantwortung sehen, die Menschen anzusprechen, um ihnen den christlichen Glauben näher zu bringen beziehungsweise Kirche attraktiver zu gestalten und ihr viele Gesichter zu geben.

„Die meisten Menschen haben bei dem Wort Gottesdienst, sonntägliche Kirchenveranstaltungen vor Augen, bei denen es sehr andächtig zugeht“, sagt Konni Hellerich. Gemeinsam mit Karin Nagel, Beatrix Sallach, Anja Larisch und Ingried Vierth möchte sie dieses Bild ändern und deutlich machen, dass das Kirchenleben alles andere als verstaubt und trocken ist.

Am Donnerstag, 9. März, lädt das weibliche Quintett daher um 19 Uhr zu einem Gottesdienst der etwas anderen Art in die St.-Nikolaus-Kirche in Brokdorf ein. Mit Plakaten und rund 500 Einladungsflyern, die in der Gemeinde verteilt wurden, macht das „Godi-Team“, wie sich die Frauen nennen, auf die Veranstaltung aufmerksam. Es ist bereits der dritte Gottesdienst dieser Art, der vor allem jüngere und berufstätige Menschen in das Gotteshaus locken soll, die am Wochenende ausschlafen oder die Zeit mit ihren Familien verbringen möchten.

„Wir haben ein kleines Anspiel unter der Überschrift Gerechtigkeit und Fairness vorbereitet, welches sich mit der neutestamentlichen Geschichte ,Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg’ beschäftigt“, erklärt die Initiatorin der innerwöchentlichen Gottesdienste Konni Hellerich. Zudem werden während der kurzen Andacht, die nicht länger als 45 Minuten dauern soll, moderne christliche Lieder mit Gitarrenbegleitung angestimmt.

„Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zu einem Gedankenaustausch unter der Empore bei Fingerfood und Erfrischungsgetränken ein“, ergänzt Karin Nagel. Das sei auch bei den ersten beiden Eingangsveranstaltungen gut angekommen, so die Organisatoren. Diese standen unter dem Motto „Versöhnung“ und „Stress: Fahr mal runter“.

Insgesamt sieben Vorbereitungstreffen hat das Organisationsteam angesetzt, um den Gottesdienst im März vorzubereiten. „Es ist erstaunlich, wieviel Arbeit hinter solch einer Veranstaltung steht“, sagt Ingried Vierth.

Glücklich zeigt sich das Team über die Unterstützung von Pastor Eckart Grulke, der bei dem eigentlichen Gottesdienst aus terminlichen Gründen nicht dabei sein kann. „Glücklicherweise bringen wir schon etwas Erfahrungen mit, denn seit 15 Jahren begleiten wir auch den Weltgebetstag der jeweils am ersten Freitag im März stattfindet“, so Konni Hellerich und ergänzt: „In diesem Jahr ließen wir ihn erstmalig ausfallen, da wir ja am 9. März unseren Mal anders-Gottesdienst haben.“

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