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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 19:27 Uhr

Ehrenteller für zuverlässige Pflege der tiefsten Landstelle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Wechsel in der Gemeindevertretung Neuendorf-Sachsenbande konnte noch nicht offiziell vollzogen werden. Die geplante Verabschiedung der zurückgetretenen Abgeordneten Stefanie Glissmann musste ebenso ausfallen wie die Verpflichtung ihres Nachfolgers Marco Bernardi. Während die eine kurzfristig abgesagt hatte, fehlte der andere wegen Urlaubs. Bürgermeister Jens Tiedemann musste deshalb auf die Ehrung und Verpflichtung verzichten.

Zu Beginn der öffentlichen Ratssitzung im Landgasthaus „Dückerstieg“ hatte er aber eine Überraschung für Hartwig Tiedemann parat. Dieser hatte seine Tätigkeit für die Pflege und Unterhaltung der tiefsten Landstelle aus privaten Gründen aufgeben müssen. Bürgermeister Jens Tiedemann lobte seine zuverlässige und zeitweise über das eigentliche Maß hinaus geleistete Arbeit und dankte ihm mit dem Ehrenteller der Gemeinde und Blumen für Ehefrau Irma.

In einer Einwohnerfragestunde machte Wehrführer Uwe Karstens den Gemeindevertretern bewusst, „dass wir kurz davor stehen, ein neues Löschfahrzeug beschaffen zu müssen“. Das alte Einsatzfahrzeug sei mittlerweile 24 Jahre alt, so dass eine Ersatzbeschaffung ins Haus stehe. Die Kosten schätzte er auf rund 150  000 Euro. Die Wehr werde in Kürze einen Feuerwehrbedarfsplan aufstellen, und er gehe davon aus, dass man das neue Fahrzeug im Jahr 2018 in Dienst stellen könne. „Macht euch Gedanken darüber“, appellierte er an die Kommunalpolitiker.

Zugleich berichtete er, dass die Feuerwehr ein wachsendes Interesse bei den Bürgern ausgemacht habe. In diesem Jahr hätten schon fünf neue Mitglieder aufgenommen werden können. „Auch die Gemeindevertreter stehen fest hinter ihre Feuerwehr“, versicherte Bürgermeister Tiedemann. Mit Bedauern stellte er aber fest, dass in diesem Jahr der Gemeinderat nicht in der gewohnten Stärke zum Feuerwehrball gekommen seien. Das solle sich bessern, sagte Tiedemann und führte Terminschwierigkeiten als Grund an.

Als „ein leidiges Thema, um das wir nicht herumkommen“, bezeichnete Tiedemann die Entscheidung für eine Satzung über das Sondervermögen für die Kameradschaftskasse. Sie wurde einstimmig gefasst, weil die Gemeinde dazu als Folge des neuen Brandschutzgesetzes des Landes gezwungen ist. Damit werden landesweit die Kameradschaftskassen unter die Kontrolle der jeweiligen Gemeinden gestellt. „Wir haben weder schwarze Kassen noch ein Sondervermögen“, versicherte der Wehrführer.

Ab 2017 muss der Wehrvorstand jährlich einen Einnahmen- und Ausgabenplan erstellen und nach Jahresende die Einnahmen- und Ausgabenrechnung von der Gemeindevertretung genehmigen lassen. „Für uns wird das nicht einfacher, sondern immer schwieriger“, merkte Uwe Karstens an. Im Einzelnen legte der Gemeinderat die Wertgrenze, bis zu der der Wehrvorstand über die Annahme von Spenden entscheiden darf, auf 2000 Euro fest. Andererseits kann die Wehrführung künftig über Ausgaben bis zu 1000 Euro entscheiden.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 17:09 Uhr

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