zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 19:23 Uhr

Ehemalige Primaner feiern zwei Tage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zu dem diesjährigen Primanerwochenende hatte die Vereinigung ehemaliger Primaner ihre rund 1600 Mitglieder eingeladen. Die „Kneipe“ fand nun bereits zum vierten Mal im Anno 1617 statt und der Konvent ein Tag später im Fährhaus Kollmar. In diesem Jahr hielt die Rede Thorsten Wöhrmann (45) vor dem Detlefsengymnasium. Der Wirtschaftsingenieur sprach vom Informationszeitalter. Und in Anspielung auf die viele Jahrzehnte alten Primanervereinigung davon, dass er eigentlich Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg verklagen müsse, da die olen Primaner die Idee vom „Social Network“ als erstes hatten.

Der Glückstädter fragte die Anwesenden, ob unter ihnen ein Patentanwalt sei – kein Scheidungsanwalt. „Nach unserem Abitur vor 25 Jahren hat sich so einiges bezüglich Informatik und Informationspolitik geändert. Ich besaß damals noch einen Commodore 128. Meine erste E-Mail habe ich 1997 geschrieben und mein erstes Handy von Nokia hat schlappe 850 Gramm gewogen“, so Wöhrmann. So mancher Anwesenden konnte sich auch daran noch erinnern.

„Jetzt sind wir via Smartphone nahezu jederzeit erreichbar. Diese Erreichbarkeit gilt für Arbeitgeber, Freunde und Familie“, bemerkte er. Das Internet sei lediglich ein technisches Hilfsmittel und dürfe nicht zur Obsession werden. Die soziale Kompetenz solle nicht durch einen Avantar, einen künstlichen Charakter, ersetzt werden. Das reale Leben differenziere sich von der virtuellen Welt. Er sprach auch vom „Das Jugendwort des Jahres 2015: Smombie“. Es setzt sich aus den Wörtern Smartphone und Zombie zusammen. Ein Smombie ist jemand, der nur auf sein Smartphone schaut. „Einige Kommunen überlegen sogenannte Bombeln, das heißt Fußbodenampeln einzuführen. Ein Pilotversuch für diese LED-Blinklichter findet zurzeit in Augsburg statt.“

Am Ende der Rede sangen alle Zuhörer traditionell gemeinsam das Lied „Gaudeamus igitur“. Norbert Meinert (71), Vorsitzender der Primanervereinigung, verteilte zuvor den Text. Jedoch kaum einer der Sänger benötigte ihn.

Beim Festball am Abend sorgten DJ Michael Jahnke (71), ehemaliger Lehrer, und Steuerberater Jens Blödorn (51) für die richtige Musik und die tolle Stimmung. Bis um zwei Uhr feierten die olen Primaner in der Aula des Detlefsengymnasiums.

Die Vereinigung ehemaliger Primaner existiert seit 1887. Mitglieder können ehemalige Schülerinnen und Schüler des Detlefsengymnasiums werden. Zudem wird jährlich der Primanerbericht herausgegeben und an die Mitglieder verschickt. Der amtierende Sprecher dieser Vereinigung ist seit nunmehr 1979 Norbert Meinert.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 15:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen