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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

Neues Leben im Kino : Drei Frauen – eine Mission

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Katharina Blöcker, Kaja Warnke und Ronja Hossain wollen den alten Kinosaal im Jugendzentrum zu neuem Leben erwecken.

Im Jugendzentrum wird fleißig gearbeitet. Mit viel Enthusiasmus haben sich Kaja Warnke, Ronja Hossain und Katharina Blöcker ans Werk gemacht. Ihr Ziel: den alten Kinosaal im Obergeschoss wieder mit Leben zu füllen. „Der große Raum bietet viel Platz für noch mehr Möglichkeiten“, ist sich Kaja Warnke sicher. Sie ist eine der drei Frauen, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Glückstadt absolvieren. Kaja Warnke und Ronja Hossain sind im Jugendzentrum tätig, Katharina Blöcker in der Koordinierungsstelle Integration im Rathaus.

Alle drei gemeinsam wollen ihr Projekt „Kinosaal“ jetzt so schnell wie möglich auf den Weg bringen. Dazu haben sie zunächst einmal ein Konzept erstellt, denn Ideen haben sie genug. Für die Umsetzung brauchen sie allerdings jede Menge Hilfe, denn der Raum ist zwar groß und vielseitig nutzbar, aber der Zustand nicht so gut.

Die Wände brauchen dringend etwas Farbe. Für den Fußboden wäre ein Bodenbelag schön, denn zurzeit sind dort lediglich Sperrholzplatten, die auf den ehemaligen Dielenboden aufgebracht wurden. „Wir wissen leider nicht, wie der alte Dielenboden aussieht. Daher ist es zunächst einfacher, auf den jetzigen Sperrholzboden noch einen Filzteppich oder ähnlichen aufzubringen“, erklärt Warnke.

Große finanzielle Mittel stehen den drei jungen Frauen nicht zur Verfügung. Daher ist es auch ihr erklärtes Ziel, dass sich der Raum irgendwann einmal aus seiner Nutzung selbst finanziert. Und dabei sind sie für alles offen. „Wir möchten hier ein niedrigschwelliges und alternatives Freizeitangebot für Glückstadt etablieren“, so Kaja Warncke. Dazu planen sie ein- bis zweimal im Monat eine Aktion oder ein Angebot, das für alle offen sein soll.

Als erste Aktion steigt am Sonntag, 27. November, von 13 bis 17 Uhr ein Kofferflohmarkt. Alles, was in einen Koffer passt, kann verkauft werden. Für die Verkäufer entstehen dabei keine Kosten, aber über Spenden freuen sich die drei Organisatorinnen. „Wir denken, dass wir um die 20 bis 30 Verkäufer unterbringen können“, sagt Ronja Hossain. Anmelden können sich diese persönlich im Jugendzentrum oder per Email unter altes.kino@web.de. Im Anschluss findet in der Stadtkirche das Adventskonzert statt. Die Besucher haben vorher die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen im alten Kinoraum gemütlich in den Koffern zu stöbern.

Geplant sind darüber hinaus eine Jam-Session und ein Bandabend, an dem Künstler die Möglichkeit haben, gemeinsam vor einem kleinen Publikum zu spielen. Auch ein Poetry Slam im kleinen Rahmen können sich die Organisatorinnen vorstellen, ebenso wie einen Bingonachmittag. Sogar ein Kinoabend könnte demnächst wieder auf dem Programm stehen. Ausstellungen, Kreativmärkte, Kindernachmittage, Tanz- oder auch Karaokeabende sind weitere Ideen.

So weit ist es aber noch nicht. Neben den dringenden Arbeiten an Wänden und Boden ist vor allem der Zustand der Fenster dringend verbesserungsbedürftig. Hier wünschen sich die Drei schall-, licht- und wärmeisolierende Vorhänge. Der Einbau neuer Fenster würde zurzeit den finanziellen Rahmen sprengen. Über Unterstützung aus der Bevölkerung bei ihrem ehrgeizigen Projekt würden sich die Drei auf jeden Fall sehr freuen. „Auch, wenn jemand noch Gläser, Teller oder Besteck für uns übrig hat, nehmen wir das gern. Wir möchten bei den Veranstaltungen gern Snacks und Getränke anbieten und das nur ungern mit Wegwerfgeschirr“, erklärt Kaja Warnke. Auch Spenden von Farben oder einen einfachen Bodenbelag sind gern gesehen, damit die Wiedereröffnung des Kinosaals und der Kofferflohmarkt in einem schönen Umfeld stattfinden kann.


> Weitere Infos: Mo-Do 10-16 Uhr, Fr 10-12 Uhr unter 04124/937631 oder altes.kino@web.de.

 

 

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erstellt am 09.Nov.2016 | 05:15 Uhr

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