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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 23:24 Uhr

Dithmarschen beweist Kulturvielfalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreisweite Aktion „Kunstgriff“ gewährt im September einen Einblick ins kreative Schaffen von 100 Berufs- und Freizeitkünstlern

„Kunstgriff bedeutet eine Vielzahl von neuen Eindrücken, ein neues Erleben von Dithmarschen.“ Landrat Jörn Klimant blickt mit Stolz auf 15 Jahre Kunstgriff zurück. Eine Veranstaltung mit einem schweren Start und mit viel Kritik, die sich jedes Jahr weiterentwickelte und heute längst zu einer festen Größe geworden ist. „Kunstgriff bedeutet neue Entdeckungen von Kunst und Kultur in Dithmarschen und das Sichtbarmachen von vielen fantastischen Künstlern“, betont Rainer Klose, Mitglied im Schul- und Kulturausschuss des Kreises und Mann der ersten Stunde beim Kunstgriff, der längst zu einem festen Begriff in der Kunstszene geworden ist. Dieses Jahr ist für den Marner aber Schluss. In Zukunft wolle er sich mehr in der Politik engagieren, verrät Klose.

Kunstgriff ist nicht nur einmalig im Land, es strahlt auch über die Kreisgrenzen hinaus. Künstler aus Steinburg, Nordfriesland und sogar aus Nordrhein-Westfalen präsentieren hier ihre Werke einem breiten Publikum. 17 Tage werden über 100 Berufs- und Freizeitkünstler an 21 Orten mit kultureller Vielfalt die Menschen überzeugen. Der Reiz von Kunstgriff besteht für Klimant vor allem im niederschwelligen Angebot. Es erschließe sich auch für Menschen, die mit Kunst und Kultur sonst nicht so viel zu tun haben, sagt der Landrat. Auch touristisch sei die Veranstaltung wichtig, betont Dirk Jacobs, der für das Layout des Programms verantwortlich ist, dessen Titelblatt immer identisch geblieben ist – nur jedes Jahr mit minimalen Feinheiten versehen wurde.

Eröffnet wird der kulturelle Reigen von Lars Jessen. Der bekannte Regisseur von TV-Serien wie Tatort und Großstadtrevier hat Dithmarscher Wurzeln. Bekannt wurde der Filmemacher 2005 mit seinem Kino-Debüt „Am Tag als Bobby Ewing starb“. Das Dithmarscher Roadmovie „Die Schimmelreiter“ von 2008 mit Axel Prahl und Peter Jordan ist zum Teil im Heider Kreishaus gedreht worden.

Kunstgriff ist zu einem Netzwerk für Maler, Bildhauer, Grafiker oder Lyriker geworden. Der Inhalt wird ganz allein von den Künstlern gefüllt. Sie können ihre Arbeit zeigen – ganz ohne Zensur. „Es ist auch eine Plattform für Künstler untereinander“, ist die Heider Regisseurin Martina Fluck überzeugt.

Von Anfang an dabei und ein Highlight ist die „Kunstgriff-Rolle“ – in diesem Jahr allerdings ohne Kurzfilme aus der Region, da keine eingereicht wurden. Stattdessen werden sehr hochwertige Kurzfilme aus ganz Deutschland zu sehen sein. Acht Filme werden an einem Tag gezeigt und ausgezeichnet. Außerhalb der Wertung läuft der 20-minütige Film „Rungholt“ von Martina Fluck, die für die Kunstrolle verantwortlich ist und sich das ganze Jahr über mehrere hundert Kurzfilme anschaut, um die besten davon zu zeigen.

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