zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Digitale Tafel – Das Ende der Kreidezeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wilhelm-Käber-Schule in Hohenlockstedt setzt auf interaktive Bildung: Elektrische Whiteboards in allen Klassen- und Fachräumen

Zu jedem Thema auf Knopfdruck ein Schaubild: Wird im Unterricht über die Klagemauer geredet - erscheint sie, wird Napoleon im Geschichtsunterricht erwähnt – starrt er auf die Schüler herab und wird das aktuelle Erdbeben in Neuseeland thematisiert, lässt sich mit Google Maps das passende Satellitenbild betrachten. Die Zeiten von Schwämmen, Kreide und staubigen Tüchern sind an der Wilhelm-Käber-Schule vorbei. Schrittweise wurden die Kreidetafeln an der Schule durch elektronische interaktive Tafeln ersetzt. „Jetzt sind alle Klassen- und Fachräume mit interaktiven Whiteboards ausgestattet“, freut sich Schulleiter Jörn Gasterstedt.

Die elektronischen Tafeln seien an einen zentralen Rechner angeschlossen und ermöglichen Lehrern und Schülern unter anderem auch den Zugriff auf das Internet. „Das Besondere daran ist, dass alle Räume miteinander vernetzt sind, so dass von jedem Raum auf die Daten zugegriffen werden kann“. Anstelle von Kreide, die auch weiterhin auf der Rückseite der elektronischen Tafel im Unterricht verwendet werden kann, werden die hoch modernen Wandtafeln durch sanfte Berührung der Oberfläche oder per Tastatur bedient.

„Wir freuen uns, dass wir in der glücklichen Lage sind, allen Schülern unserer Schule diese Ergänzung und Erweiterung der bisherigen Lehrmittel anbieten zu können“, sagt Gasterstedt stolz. Die WKS sei die erste mit solchen Tafeln komplett ausgestattete Schule im Kreis. „Wir können an den internetfähigen und mit Kameras ausgestatteten Tafeln mit Boardmakern und USB-Sticks arbeiten - Tafelbilder lassen sich sogar speichern“, nennt Michael Gramer die Vorteile der „neuen Medien“. So können Lerninhalte von den Lehrern auf dem Computer vorbereitet und individuell eingespielt werden, so dass die Einsatzmöglichkeiten äußerst vielseitig seien. Die Schüler haben unter anderem die Möglichkeit, die Aktionen am E-Board gemeinsam zu verfolgen und aktiv in die Bearbeitung einzugreifen.

Die Lehrer sehen darin die Chance, den Unterricht auf einem aktuellen technischen Stand zu ermöglichen und diesen dadurch multimedialer und interessanter für die Schüler zu gestalten. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz der Schüler. Die interaktiven Whiteboards sind echte Alleskönner: Sie übertragen den Schülern Arbeitsbögen, Texte, Grafiken, Bilder, Töne oder auch Filme und bieten interaktive Programme, so dass auch komplexe Sachverhalte jederzeit veranschaulicht werden können. „Auch Beobachtungen durch unser digitales Mikroskop können wir nun für alle Schüler sichtbar an die Tafel projizieren“, sagt Sebastian Benseler. Außerdem könne jeder Arbeitsschritt gespeichert oder ausgedruckt werden.

„Auch kurze Audio- und Videoausschnitte vom USB-Stick, dem Overhead-Projektor oder DVD können mit minimalem Aufwand abgespielt werden“, sagt Benseler, der mit seinem Kollegen Michael Gramer die interne Fortbildung des Kollegiums und die administrative Betreuung übernommen hat. „Es ist erstaunlich, aber keiner der Kollegen hat Berührungsängste mit der neuen Technik“, zeigt sich Gasterstedt zufrieden und erwartet nun das schnelle Internet der Stadtwerke Neumünster, so dass die Schule dann auch auf ein komplettes WLAN-Netz zurückgreifen könne.

Gasterstedt weist aber ausdrücklich darauf hin, dass die neuen Medien nicht das alleinige Wundermittel und alte Medien, wie Kreidetafel oder Bücher völlig rückläufig seien. „Beides ist miteinander kombinierbar und ergänzt sich wunderbar“, weiß Gasterstedt. Das beweise ein paralleler Einsatz beider Medien an der WKS. Seit Schuljahresbeginn betreuen Celina und Janina aus dem neunten Jahrgang die Schülerbücherei. „Außerdem erfolgt in den fünften Klassen in Kooperation mit der Bücherei Hohenlockstedt die Durchführung zum Erwerb eines Bücherei-Führerscheins“. Und: Auch künftig werden Klassen-und Abschlussarbeiten noch per Hand geschrieben und in dicken Schulbüchern geblättert.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen