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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Die Welt der Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viertklässler aus Kollmar informieren sich in Brunsbüttel über die Aufgaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Unsere kleine Schule steht direkt am Elbdeich in Kollmar nahe Glückstadt. Jeden Tag sehen wir große Pötte, wendige Segelboote oder beeindruckende Kreuzfahrer vorbeifahren. Doch was passiert, wenn so ein Ozeanriese mal Hilfe braucht? Wir haben uns auf den Weg gemacht, um dies herauszufinden.

So fuhren wir, der 4. Jahrgang der Schule am Deich aus Kollmar, zu den Seenotrettern nach Brunsbüttel. Hierzu überquerten wir zunächst mit einer Fähre den Nord-Ostsee-Kanal. Wir mussten für die Überfahrt nichts bezahlen, weil der Kanal eine künstliche Wasserstraße ist und die Fähre eine Straße ersetzt.

Kurz darauf kamen wir bei der Station der Seenotretter in der Schillerstraße an. Dort wurden wir vom freiwilligen Vormann Jürgen Grimsmann, dem Leiter der Station, empfangen. Auf dem Stationsgebäude stand „DGzRS“. Grimsmann erläuterte, dass dies die Abkürzung für „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ ist. Heute wird jedoch eher der Begriff „die Seenotretter“ benutzt, weil man ihn sich einfacher merken kann.

Im Stationsgebäude meldete sich unser Mitschüler Marlon freiwillig für eine Vorführung mit der Rettungsweste. Jürgen Grimsmann zog an einer Schnur und die Rettungsweste blies sich auf. Marlon sah in der Rettungsweste witzig aus, für ihn war es allerdings sehr eng und auch etwas unbequem.

An der Rettungsweste befand sich eine Signalflöte, damit der Ertrinkende sich im Notfall bemerkbar machen kann. Zudem war sie mit einem Notsender versehen, sodass beispielsweise die Seenotretter die Weste auch orten können.

Anschließend fuhren wir zum Alten Hafen. Dort wurden wir von weiteren freiwilligen Seenotrettern begrüßt und in drei Gruppen eingeteilt.

Eine Gruppe besichtigte das Seenotrettungsboot „Gillis Gullbransson“, das gerade aus der hauseigenen Werft in Bremen zurückgekommen war, während die zweite Gruppe mit einem pneumatischen (mit Luftdruck betriebenen) Leinenwurfgerät üben durfte. Mit Hilfe dieses Wurfgerätes kann die Leine 70 Meter weit geschossen werden.

Die Schüler der dritten Gruppe versuchten ein Seil, an dessen Ende ein Sandsack befestigt war, in einen Eimer mit Wasser zu werfen. Das war sehr schwer! Die Seenotretter trainieren mit dieser Übung das Zielen. Bei einem Einsatz müssen sie oft bei unruhiger See eine Leine zu dem verunglückten Boot hinüberwerfen, um es bei einem Motorausfall oder einem Wassereinbruch abschleppen zu können.

Wir danken dem ganzen Team der Seenotretter- Station in Brunsbüttel dafür, dass wir so viel lernen und erleben durften. Für uns war es ein toller und unvergesslicher Schultag!


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erstellt am 11.Jul.2016 | 10:21 Uhr

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