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Norddeutsche Rundschau

31. Juli 2016 | 05:30 Uhr

Bauchtanz : Die schwarze Perle auf der Krone

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Hennstedterin Mara Katharina Schlüter präsentiert als Tiara Azra orientalischen Bauchtanz. Die 28-Jährige ist auch als Dozentin unterwegs.

Tagsüber arbeitet Mara Katharina Schlüter als Verwaltungsangestellte am Schreibtisch – abends verwandelt sie sich in Tiara Azra und präsentiert orientalischen Bauchtanz. Die 28-Jährige aus Hennstedt hatte bereits zahlreiche Auftritte und gibt inzwischen Workshops. Demnächst auch an der Volkshochschule Kellinghusen.

Zum Bauchtanz gekommen ist Mara Katharina Schlüter vor sechs Jahren „durch pure Neugierde, etwas Neues auszuprobieren“, wie sie sagt. „Vorher hatte ich gar nichts mit Tanzen zu tun, aber beim VHS-Kurs hat es mich gepackt.“ Seitdem hat sie unzählige weitere Kurse belegt. Darüber hinaus hat sie ein Trainingscamp und 17 weitere Workshops besucht. Im Hause ihrer Großeltern in Hennstedt hat sie sich einen eigenen Tanzraum eingerichtet – mit Spiegelwand, Ballettstange und Fernsehbildschirm und übt dort bis zu drei Mal in der Woche, macht außerdem Walken, Ausdauer- und Krafttraining, Yoga und Pilates. „Denn der orientalische Tanz ist allumfassend.“ Mara Katharina Schlüter nimmt dies auf sich, da sie alle Variationen beherrschen möchte. Und davon gibt es viele. In ihr Training fließen auch Elemente aus dem Ballett und dem Modern Dance ein. Am Ballettunterricht nimmt sie schon seit zwei Jahren einmal in der Woche in Ottenbüttel bei Marlies Siehl teil. „Ich will das Grundlegende beim Tanz verstehen und erlernen.“ Inzwischen hat die Tänzerin auch eine Dozentenausbildung im American Tribal Style absolviert und bildet eine Freundin mit aus. „Denn ich möchte auch als Lehrerin Erfahrung sammeln.“

Und sie hat auch schon einige Auftritte absolviert. Der erste war in Neumünster auf der „Holstenköste“ im August 2013, nach einem Jahr des Übens. Mit einer fünfköpfigen Gruppe zeigte sie in drei Minuten die Stocktanzchoreografie „Balady“. Ihren letzten Auftritt hatte die Hennstedterin kürzlich in der Region - beim Neujahrsempfang des Amtes Kellinghusen. In gut zehn Minuten präsentierte sie drei Tänze zunächst mit Schleier, den sie dann aber publikumswirksam nach hinten warf. „Das war sehr aufregend“, sagt sie rückblickend.

Ihren ersten Solotanz hatte sie bei einem Überraschungsauftritt auf der Silbernen Hochzeit von Tante und Onkel in Fitzbek in der „Alten Diele“. „Ich war super nervös, konnte gar nichts essen, aber danach war ich froh und glücklich.“

Die Kostüme im American Tribal Style fertigt sie selber an. Orientalisch-folkloristisch tritt sie im Einteiler auf, beim klassischen Showtanz im Zweiteiler mit BH und Rock oder Hose. „Ich stelle meine Auftrittsoutfits aus traditionellen Quellen selber zusammen und passe sie ans Ambiente an.“

Als sie sich in einem der Workshops einen Künstlernamen ausdenken sollte, kombinierte sie mehrere Bedeutungen miteinander. „Tiara“ bedeute „Die Krone, das Diadem“ und „Azra“ heißt eine „seltene schwarze Perle“ „denn ich höre privat andere Musik, auch viel Death Metal, fahre seit 2005 zum Wacken Open Air.“ So bedeutet ihr Name „Tiara Azra“ „Die schwarze Perle auf der Krone“.

Im diesem Jahr hat sie zurzeit sechs Auftritte Norddeutschland. „Ich möchte aber gerne mehr machen.“ So plant sie gemeinsam mit einer Duo-Partnerin weitere Auftritte als „Ela und Tiara Azra“. „Wir haben das schon getestet, es hat gut funktioniert.“









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