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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 00:55 Uhr

Heider Marktfrieden : Die Aufregung steigt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Donnerstag geht es los: Das große Spektakel mit Hochtiedsfier, Umzug, 150 Händlern, Gauklern und Musikanten auf dem Heider Marktplatz.

Bisher waren Katharina Mahn (30) und Bastian Inselmann (33) noch ganz gelassen. Langsam wächst jedoch die Aufregung. In knapp zwei Wochen werden sie heiraten. Es ist nicht irgendeine Hochzeit. Es ist die Hochzeit des Jahres. Katharina Mahn und ihr künftiger Mann sind das Marktfrieden-Hochzeitspaar. Mit dabei der 18 Monate alte Sohn Paul.

Das Schicksal hat der Vorfreude einen Dämpfer verpasst. Die junge Braut brach sich das Bein. Ein komplizierter Bruch, der erst langsam verheilt. Die Freude an dem Fest lässt sich das Brautpaar davon aber nicht ruinieren. Denn das ist etwas ganz Besonderes: Polterabend, das Hochzeitszeremoniell und die „Hochtiedsfier“ auf der Bühne und dem Marktplatz, in der Heider St. Jürgen Kirche das „Ja-Wort" geben und bei einem großen Umzug durch die Stadt gehören dazu. „Wir freuen uns auf ein schönes Fest“, erzählt Katharina Mahn.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Rund 150 Stände, Gaukler, Händler, und Musikanten bevölkern vom 14. bis 17 Juli. Juli den Heider Marktplatz. Einige mehr als beim letzten Marktfrieden vor zwei Jahren, bei dem es zum Teil große Lücken gab, was den Gesamteindruck schmälerte. Auch ein paar Musiker sind neu, der Aufbau ist ein wenig anders. Die Eröffnung am Sonnabend, 16. Juli, ist mit der schleswig-holsteinischen Finanzministerin Monika Heinold und Landtagspräsident Klaus Schlie hochkarätig besetzt.

„Es geht wieder ein Ruck durch die Stadt“, schwärmt Bürgermeister Ulf Stecher. Es sei zu spüren, dass die Region Bock auf Marktfrieden habe. Das würde auch die Organsierten beflügeln, ihr Bestes zu geben. „Ich bin vom Gelingen des Marktfriedens überzeugt.“ Alle zwei Jahre wird der Heider Marktplatz für den Marktfrieden komplett geräumt und für vier Tage die Zeit zurück ins im 15. Jahrhundert gedreht. Das festliche Treiben hat einen historischen Hintergrund. Am 13. Februar 1447 wurde auf dem Marktplatz das erste Dithmarscher Landrecht verkündet, in dem als ein wesentlicher Bestandteil auch der Marktfrieden verankert war.

Harten Bedingungen sind zurzeit die rund 140 Schauspieler ausgesetzt. Der ständige Regen erschwert die Proben für das traditionelle Freilicht-Schauspiel „Sag dem König Gute Nacht“, das den Kampf der Dithmarscher gegen die dänische Übermacht zeigt. Ein Highlight, das in diesem Jahr ein wenig verändert und um zwei Liebeszenen ergänzt wurde. Am Ausgang ändert das natürlich nichts.

>Infos im Internet: www.heider-marktfrieden.de

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