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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 17:15 Uhr

Deutsch-polnische Freundschaft vertieft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schüleraustausch sorgt seit zwölf Jahren für Begegnungen

Seit zwölf Jahren besteht ein reger Austausch zwischen der Gemeinschaftsschule Wilster (damals noch als Realschule Wilster) und dem Gimnazjum Marie Sklodowskiej-Curie in Nowy Staw/Polen. In diesem Jahr haben erstmalig die Lehrerinnen Ina Nagel und Birgit Miebrodt den Besuch der 15 Austauschschüler und ihrer Lehrer Aleksandra Szywaia und Bogustaw Wilkocki geplant.

Den Gastschülern standen Wilsteraner Schüler aus den 8. bis 10. Klassen zur Seite, die gemeinsam in einem Haus im evangelischen Jugenderholungsdorf in St. Peter Ording untergebracht waren. „Die ersten Jahre haben wir die Jugendlichen bei Gastfamilien untergebracht“, erläuterte Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz. Der erste Austausch mit Gegenbesuch fand 2005 statt, danach wurde jährlich abwechselnd gereist und mittlerweile findet die Unterbringung an zentralen Orten statt.

„Wir waren Wattwandern und am Hauptstrand in St. Peter Ording, im Mulitmar Tönning und nach Hamburg ins Miniaturwunderland“, erzählt Birgit Miebrodt. Sie hat die Schüler gemeinsam mit ihrer Tochter Anne, die Sozialpädagogik studiert, begleitet. „Der Unterricht musste ja weiterlaufen, daher konnten wir nur eine Lehrkraft entbehren und sind froh, dass wir die Betreuung so regeln konnten“, sagt Krumm-Voeltz.

Eine weitere Erleichterung ist die finanzielle Unterstützung vom „Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen den Städten Wilster und Nawi Staw“. Durch die Städtepartnerschaft wurde der Schüleraustausch vor Jahren initiiert und auch heute noch begleiten Helmut Jacobs als Vereinsvorsitzender und Gustav Hintz als Dolmetscher die Besuche.

In diesem Jahr hat der Verein die Woche mit 1500 Euro unterstützt und zum Abschluss führten Jacobs und Hintz die Jugendlichen durch die Stadt und wiesen auf Parallelen beider Städte hin. Im Alten Rathaus in Wilster befindet sich im oberen Stockwerk eine Ausstellung mit Exponaten aus Neuteich, so die genaue Übersetzung von Nowi Staw, was nicht nur die Schüler überraschte.

„Es waren sehr harmonische Tage und die Jugendlichen waren sehr höflich, die Verständigung untereinander fand hauptsächlich in Englisch statt, wobei beide Gruppen sich Begriffe der jeweils anderen Sprache angeeignet haben“, berichten die Lehrkräfte. Aleksandra Szywaia erklärte, dass sich wohl in der kurzen Zeit Freundschaften gebildet hätten. Die Deutschlehrerin ist seit Beginn der Reisen dabei und auch für sie sind es jedes Mal ereignisreiche Tage. „Einige wollen gerne noch länger bleiben, es hat ihnen allen gut gefallen.“ Der große Strand und das Watt kannten einige gar nicht und das Minigolf-Spiel auf dem Gelände wie auch die Jugenddisco mit anderem Gruppen in dem Freizeitdorf waren ebenso Highlights wie das Shoppen im Einkaufszentrum.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 16:43 Uhr

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