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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 06:10 Uhr

Kommunalpolitik : Der Traum von einem Bürgerraum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das ehemalige Kino im Glückstädter Jugendzentrum soll wieder für ein breites Publikum hergerichtet werden.

Der Raum versprüht noch den Charme aus besseren Tagen. Endlos hohe Decken und Fenster, bei denen es einst aufs Aussehen und nicht so sehr auf die Kosten angekommen ist. Doch genau die Kosten sind es, die inzwischen für den ehemaligen Kinosaal im Glückstädter Jugendzentrum die Hauptrolle spielen. Mitarbeiterin Sara Sunniva Vogel träumt von einem „Bürgerraum“, der von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann.

Doch noch gleicht der Saal einer Baustelle. Gerade werden Stellwände für eine Fotoausstellung installiert. „Ein einheitlicher Teppich wäre schön“, sagt Vogel mit Blick auf den Boden, der einer Flickenlandschaft gleicht. Auch die Fenster müssten aufgearbeitet werden. „Doch das sind natürlich immense Kosten“, sagt Vogel. Womit das leidige Thema Geld wieder im Mittelpunkt steht. Auch während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses wurde über den Kinosaal diskutiert. Wobei sich alle Redner einig waren, dass es zurzeit in die richtige Richtung geht. Patrick Behrens, der sich als neuer Mitarbeiter des Jugendzentrums vorstellte, verriet, dass ein Raumplan in Vorbereitung sei. Derzeit würde der Saal unter anderem für Flüchtlings-Sprachkurse genutzt.

Glückstadts Bürgermeisterin Manja Biel wies darauf hin, dass der Raum gerade „mit minimalen Mitteln und viel Engagement“ des Jugendzentrum-Teams hergerichtet werde. Die Stadt werde weiter beobachten, wie der Raum angenommen werde. Die Fenster will man sich samt Kostenschätzung 2017 „näher ansehen“. Der Posten soll dann 2018 im städtischen Haushalt auftauchen.

Die Aufräumarbeiten sowie die Grundreinigung sind inzwischen abgeschlossen. Durch einen Fachmann wurden Unebenheiten im Fußboden ausgeglichen und freiliegende Kabel gesichert. Außerdem wurden Glühbirnen ersetzt, Schönheitsfehler kaschiert, die Teeküche auf Hochglanz gebracht und einige alte Kinostühle hergerichtet. Die Nutzung des Raumes ist in der Regel kostenfrei. „Über Teppichspenden würden wir uns sehr freuen“, sagte Behrens. Der 28-jährige Erzieher aus Hamburg hat Anfang August seine neue Stelle im Jugendzentrum angetreten. Auch er sprach sich für einen „Bürgerraum“ aus, um dem ehemaligen Kinosaal neues Leben einzuhauchen.

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