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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

Namensgleichheit : Der doppelte Henning Schlüter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Trotz desselben Namens – Verwechslungen zwischen den beiden BFK-Politikern aus Kellinghusen gibt es kaum.

Sie machen beide Theater, arbeiten in der Wählerinitiative Bürger für Kellinghusen (BFK) mit, sind beide Lehrer, fahren zusammen in Urlaub, sitzen in der Kellinghusener Ratsversammlung - und haben den selben Vor- und Nachnamen: Henning Schlüter. „Einmal haben wir sogar in der selben Straße gewohnt“, sagt Henning Schlüter (47), der jetzt in der Gerberstraße beheimatet ist. Sein Namensvetter (41) wohnt in der Birkenallee. Die Straßennamen haben für beide eine besondere Bedeutung: Damit sie in Protokollen und Sitzungsniederschriften der Stadt nicht verwechselt werden, steht hinter den Namen immer der Anfangsbuchstabe ihrer jeweiligen Straße. „Und das klappt gut“, betont der Henning Schlüter (B).

Trotz der Namensgleichheit – bei der Frage nach Verwechslungen müssen beide überlegen. „Eigentlich kaum“, sagen beide. Höchstens mal bei der Post zu der Zeit, als sie in derselben Straße wohnten. Und einige falsche Anrufe seien auch mal eingegangen. Aber ansonsten „treten wir ja schon lange zusammen auf und die Leute kennen uns und unsere Geschichte“. Zwischen beiden habe es immer schon gepasst, „wir sind seit den Jugendtagen befreundet.“ Kennengelernt haben sie sich beim Theaterspielen zu den Proben von Räuber Hotzenplotz der St. Cyriacus-Kirchengemeinde. „Ich habe den Räuber Hotzenplotz gespielt, er meinen Gegenspieler Dimpfelmoser“, sagt der 47-Jährige. Während der jüngere am Rensinger See in Kellinghusen aufwuchs und auch in der Störstadt zur Schule ging, wurde der andere Henning Schlüter in Neumünster geboren, zog mit seinen Eltern bereits 1979 in die Kellinghusen Nachbargemeinde Wrist. In die Störstadt kam er erst 2008, „ich hatte aber immer Verbindungen nach Kellinghusen“. Dort traf er auch immer wieder auf seinen Namensvetter, denn beide engagierten sich in jungen Jahren bei den Jungsozialisten in der Stadt. Einige Zeit stand der ältere Schlüter als Vorsitzender an der Spitze der Nachwuchsorganisation, der jüngere war sein Stellvertreter. Und rückte später in das Amt des Juso-Vorsitzenden nach. Nicht nur privat, auch beruflich schlugen beide die selbe Richtung ein. Der ältere ist heute Lehrer an der Berufsfachschule Norderstedt, der jüngere Lehrer an der Gemeinschaftsschule Tornesch.

Meist war der 47-Jährige aufgrund seines Alters einen Schritt voraus, nicht so jedoch beim Engagement in der Wählerinitiative BFK. Hier war der jüngere Henning Schlüter (B) 2008 ein Gründungsmitglied, 2008 zog er in die Ratsversammlung ein, wo er heute auch Vorsitzender des Sozialausschusses ist. Seit 2013 hat der Namensvetter jedoch gleichgezogen und hat jetzt auch einen Sitz für die BFK in der Ratsversammlung.

Einmal konnten die doppelten Schlüters aus ihrer Namensgleichheit auch Kapital schlagen. Bei einer Quizshow mit Jörg Pilawa schafften sie aufgrund ihrer Geschichte das Casting und landeten in der Sendung. Und gewannen 15  000 Euro.

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erstellt am 28.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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