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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 23:02 Uhr

Innenstadt Itzehoe : Das neue Gesicht der Breiten Straße

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe präsentiert neue Pläne für die Itzehoer Innenstadt. In der Breiten Straße und am Berliner Platz sollen neue Gebäude entstehen.

Sekt und Schnittchen. Viele Honoratioren und Nachbarn in der vollen Kundenhalle. Der Rahmen war würdig für den großen Tag: Am Montagabend hat die Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe ihre Neubaupläne für die Breite Straße und den Berliner Platz präsentiert. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die Planungen laufen schon lange, längst gehören die drei Gebäude in der Breiten Straße 13 bis 17 der Bank. Mit der AC-Planergruppe sei ein Entwurf entwickelt worden, wie das Quartier aussehen könnte, berichtete Bankvorstand Stephan Schack. Diese unterstützte auch die Mehrfachbeauftragung von fünf Architekten – ausdrücklich war es kein Wettbewerb, weil dafür strenge Vorgaben gelten. Ein Itzehoer Büro beteiligte sich nicht, der Entwurf des Büros GRS Reimer Architekten aus Elmshorn setzte sich durch. Zwar sei die Volksbank nicht verpflichtet, diesen umzusetzen, so Schack. „Aber wir finden ihn so gut, dass wir mit Ihnen zusammenarbeiten wollen“, sagte er in Richtung der Architekten.

Die fünf Entwürfe waren an Schautafeln zu sehen, der eine eher mit futuristischer Fassade, der andere mit fantasievollem Innenhof, ein dritter mit Tordurchfahrt. Die Aufmerksamkeit konzentrierte sich auf den Siegervorschlag: Es gehe darum, die vorhandene Architektur mit moderner Sprache umzusetzen, sagte Rolf Reimer. „Wir mussten eine Lösung finden, die sich in die sensible städtebauliche Umgebung einfügt“, ergänzte sein Sohn Helge Reimer. Die Aufteilung der drei Grundstücke solle an der Fassade weiter erkennbar sein, die Höhen werden vom Bestandsgebäude aus nach unten abgestuft. Und: Das Gebäude müsse sehr flexibel nutzbar sein.

Eine Nutzung mit Wohnungen wurde laut Schack verworfen, vor allem deshalb, weil der Bedarf an Büroflächen gesehen werde. In der Breiten Straße entstehen in drei Geschossen je 250 Quadratmeter. Jede Etage könne von der Volksbank selbst genutzt werden, denn diese wachse und passe auch ihre Strukturen an, so Schack: Filialen werden geschlossen, Beratung werde wichtiger – und die Mitarbeiter dafür brauchten auch eine Heimatstation. Es müsse langfristig geplant werden, zumal der Platzbedarf in Zukunft unklar sei: „Da ist unsere Glaskugel total trübe.“ Deshalb kann auch jedes Geschoss einzeln vermietet werden. Dafür gebe es viele Interessenten, unterschrieben habe aber noch keiner. Im Obergeschoss ist ein Cafeteria- und Konferenzbereich geplant, den auch Mieter nutzen können.

In diesem Jahr sollen die drei Häuser in der Breiten Straße abgerissen werden, Ende Juni 2018 soll der Neubau fertig sein. Dann geht es am Berliner Platz weiter: Die Volksbank hat das Flickenschild-Gebäude gekauft. Auch dieses wird durch einen Neubau ersetzt mit viel Bürofläche für das Geldinstitut. Mitte 2020 solle das gesamte Ensemble fertig sein, so Schack. Durch Fahrstühle werde das komplette Volksbank-Gebäude dann barrierefrei sein. Auch am Berliner Platz wird viergeschossig gebaut, und am Ende werde über die Gestaltung hoffentlich gesagt: „So hätte es schon immer sein sollen.“

Das Geschäft „Flickenschild Whisky & Cigars“ wird nach rund 80 Jahren am Berliner Platz umziehen in den Neubau in der Breiten Straße. „Das passt bei uns hervorragend ins Konzept, weil wir unser Sortiment besser präsentieren und ausweiten können“, sagte Inhaber Manfred Kröger. Ob er die gesamten 300 Quadratmeter nutzen wird, steht noch nicht fest.

Viele standen interessiert vor den Schautafeln, die Pläne schienen gut anzukommen. „Es wirkt ganz apart“, sagte Jörg Frähmcke vom gegenüberliegenden Café. Zuletzt habe die Breite Straße schon Rückenwind bekommen durch das Stör-Carree sowie die Freigabe für Autos, „wir hoffen, dass dadurch das ganze Gebiet noch ein bisschen mehr belebt wird“. Auch das sei ein Ziel der Volksbank, sagte Schack: „Uns liegt die Stadt am Herzen. Es ist wichtig, dass Zeichen gesetzt werden, dass es vorangeht.“

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erstellt am 20.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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