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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 09:08 Uhr

Wattolümpiade : Das dreckige Dutzend ist voll

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die zwölfte Wattolümpiade in Brunsbüttel gerät erneut zur erfolgreichen Benefiz-Veranstaltung für Krebsbetroffene.

Wenn dieser Tage in Brunsbüttel über das dreckige Dutzend geredet wird, ist mit Sicherheit nicht der US-amerikanischen Kinohit aus dem Jahr 1967 mit Filmgrößen wie Lee Marvin, Charles Bronson oder Telly Savalay gemeint. Bereits zum zwölften Mal fanden am Sonnabend im Elbschlick von Soesemenhusen unmittelbar vor den Toren der Schleusenstadt, die Wattolümpischen Spiele statt. Tausende Zuschauer waren gekommen, um sich die dreckigsten Spiele für eine saubere Sache anzusehen und die rund 400 Wattlethen aus 40 Mannschaften lautstark bei ihren Kämpfen um wattolümpisches Edelmetall anzufeuern. Auf dem Plan standen sportliche Disziplinen wie Fußball, Handball, Volleyball und das aus Ostfriesland importierte Schlickschlittenrennen.

„Wir sind bestens vorbereitet und erwarten mindestens ebenso bunte und fröhliche Spiele wie bei den Olympischen Sommerspielen in Brasilien“, zeigte sich Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky erleichtert, nachdem die Sonne pünktlich zum Veranstaltungsbeginn die dunklen Regenwolken am Himmel über Brunsbüttel verdrängt hatte.

„Besser geht fast nicht. Das Wetter ist toll, es sind viele Zuschauer hier und so wie es aussieht, hat das mit dem Park & Ride-System auch gut funktioniert“, freute sich Organisator Dirk Passarge. Aus Mangel an Parkplätzen am Veranstaltungsort hatte der Wattolümpiaverein einen Shuttleverkehr aus der Stadt organisiert, so dass Besucher ebenso kosten- wie problemlos aus der Stadt zum Watt gelangen konnten.

Schon der Einmarsch der einzelnen Teams sorgte für Begeisterung unter den Zuschauern. So zeigten sich die Mannschaften aus ganz Deutschland, der Schweiz und Tschechien nicht nur bei der Auswahl der Teamnamen kreativ, sondern auch bei der Wahl des Outfits und der einstudierten Einmarsch-Choreographien.

„Wir nehmen schon seit einigen Jahren an diesen Spielen teil, zumindest der Großteil der Mannschaft. Es bringt immer wieder Spaß. Wo sonst kann man sich mal so richtig einsauen und dann auch noch für einen guten Zweck“, sagte Marcel Bouillon, Mannschaftskapitän der Heavy Fuel Dreamboys And Some Girls.

Mehr als 290 000 Euro wurden seit 2004 mit der Benefizveranstaltung im Watt bereits gesammelt. Geld, das unter dem Motto „Stark gegen Krebs“ Krebsbetroffenen in der Region zu Gute kommt. Seit 2005 werden unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebspatienten und deren Angehörige in Brunsbüttel und Heide finanziert.

„Wir finden die Veranstaltung einfach klasse und auch den Einsatz des Vereins abseits der Spiele, daher kommen wir immer wieder gerne hierher“, sagten Celina Biallas und Henning Totzke aus St. Michaelisdonn. „Ich habe schon so viel von der Wattolümpiade gehört, nun wollte ich mir das bunte Treiben hier auch mal ansehen“, ergänzte Angelina Mehrwald, die in Begleitung ihrer beiden Freunde kam.

Mit der Ehrung der Siegermannschaften, sowie Konzerten des Musikers Big Harry und der Band Mandowar fand die Benefiz-Veranstaltung vor traumhafter Kulisse ihren Ausklang.

Die Ergebnisse im Überblick:

Gesamt-Olümpiasieger: Die Wattprinzessinnen
Schlickschlittenrennen: Gold: Heavy Fuel Dreamboys, Silber: Deichkinder, Bronze: Construction Crabs
Wolliball: Gold: Treibsand, Silber: Watt’n Bagger, Bronze: Schäriffs von Wattinghäm
Handball: Gold: Die Wattprinzessinnen, Silber: Die tighten mopsgedackelten Watthunde, Bronze: Schietwatter
Fußball: Gold: Fi(d)schis Old Boys, Silber: Männer vom Fluss, Bronze: FC SchlammAssel
Bestes Wattkottchen: Könich von Dithmarschen
Lustigster Mannschaftsname: I like Big Watts
Beste Fans: Ente, Ente, Ente,…
Bestes Trikot: Berliner Watt-Zebras
Lustigste Mannschaft: Schlick-Stones
Fairness-Pokal: Schietwatter


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