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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 15:44 Uhr

Dammfleth ebnet Gewerbe den Weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Wir haben immer gesagt, dass wir unsere Gewerbebetriebe unterstützen wollen“, erklärte Dammfleths Bürgermeister Delf Sievers bei der Beratung über zwei Bereiche der Bauleitplanung. So beschlossen die Gemeindevertreter im Gemeinschaftshaus Hochfeld die aktuellen Pläne für ein „Sondergebiet Biogasanlage Neufeld“ und für eine Teilfläche im Bereich Stadtfeld, auf der die Firma Bernhard Peters ihr Betriebsgelände nach Süden erweitern und eine weitere Halle errichten will.

Um diese bisher landwirtschaftlich genutzte, rund 5500 Quadratmeter große Erweiterungsfläche in den Betriebsbereich einbinden zu können, will die Firma Peters einen hinter der bestehenden Halle verlaufenden Entwässerungsgraben nach Süden an die neue Grundstücksgrenze verlegen und verrohren. Die Fläche wurde bereits von der Firma Peters erworben.

Planer Peter Scharlibbe aus Aukrug stellte den Gemeindevertretern die Änderungen der bisherigen Pläne vor. Er sah keine Probleme für eine Ausdehnung der Firma Peters, mit der die Hallenfläche großzügig erweitert und die Fahrflächen und die Außenausstellung optimiert werden könnten. Die entsprechenden Planänderungen wurden denn auch einstimmig beschlossen.

Dagegen gab es bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan Nr. 5 für das Sondergebiet Biogasanlage Neufeld auch kritische Stimmen. So votierte der Abgeordnete Uwe Diercks gegen die F-Plan- und B-Plan-Änderung, während sich seine Ratskollegen Bernd Ewers und Uta Langholz ihrer Stimme enthielten. Mit sechs Ja-Stimmen gab es aber trotzdem eine deutliche Mehrheit.

Peter Scharlibbe hatte dargelegt, dass es sich dabei lediglich um eine Bestandssicherungsplanung handele und keine weitere Anlage erstellt werden solle. Das bestätigte auch Bürgermeister Sievers. „Der F-Plan schließt den Bau einer zweiten Biogasanlage aus“, beruhigte er gegenteilige Befürchtungen. Die bisher als privilegierte, an den Hellerich-Hof in Neufeld gebundene Anlage solle lediglich als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, hob Peter Scharlibbe hervor. Dazu werde die Gemeinde mit den Betreibern der Anlage einen Durchführungsvertrag abschließen. Peter Hellerich sei zum einen als Geschäftsführer der Wilstermarsch Energie GmbH & Co. KG und zum anderen als Grundeigentümer Vertragspartner der Gemeinde. „Es bleibt bei der bestehenden Biogasanlage“, versicherte Scharlibbe. Die Ausweisung als Sondergebiet lasse keine andere Nutzung mehr zu. Vorab seien bereits ein Geräusch- und ein Emissionsschutzgutachten erstellt worden. In diesem Zusammenhang beklagte eine Anwohnerin Geruchsbelästigungen, weil die Reststoffe kontinuierlich auf ein- und dieselbe landwirtschaftliche Fläche ausgebracht würden.

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erstellt am 01.Aug.2016 | 09:14 Uhr

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