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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 07:17 Uhr

Colosseum bleibt in Familienhand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mario Mehrens steigt bei seinen Eltern als Unterpächter ein

Die Familie Mehrens bleibt Pächter des Colosseums – und sichert damit die Zukunft einer der größten und beliebtesten Veranstaltungsstätten im Kreis Steinburg. Nach mehr als 25 Jahren treten Michael Mehrens und seine Frau Martina künftig allerdings deutlich kürzer. Für sie steigt Sohn Mario als Unterpächter ein.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Michael Mehrens angekündigt, dass er nach erfolgreichem Dauereinsatz im Colo allmählich seinem Alter Tribut zollen wolle. „Wenn Disco ist, komme ich erst am nächsten Morgen wieder nach Hause“, beschreibt der 65-Jährige ein Geschäft, das vollen Einsatz fordert. Zunächst hatte es danach ausgesehen, als müsse die Stadt als Eigentümer von Colosseum und angrenzendem Trichter sich einen neuen Pächter suchen. Junior Mario Mehrens war in der Vergangenheit zwar schon bei vielen Veranstaltungen dabei, hatte angesichts zahlreicher anderer beruflicher Verpflichtungen wenig Ambitionen fest in das Veranstaltungsgeschäft einzusteigen. Auf dem heimischen Hof warteten neben drei noch kleinen Kindern und einer Schweinezucht die Arbeit als Co-Geschäftsführer des Windpark Nortorf West. Inzwischen stehen alle Windkraftanlagen und der zeitliche Aufwand sei überschaubarer geworden, sagt der 33-Jährige. „Es ist zu bewerkstelligen“, ist Mario Mehrens davon überzeugt, die Aufgabe Colosseum jetzt stemmen zu können.

In jedem Fall will er an dem bewährten Konzept festhalten. Das heißt: Neben den gewohnten Großveranstaltungen wie der FuBaMa im Winter, dem Jahrmarkt im Sommer und dem Bauernmarkt im September will Mehrens auch weiterhin eng mit den Vereinen aus der Region zusammenarbeiten. Einziger Unterschied: Die Küche im Colo bleibt künftig öfter mal kalt. Wo bislang Mutter Martina die Verköstigung der Gäste sicherstellte, soll künftig verstärkt auf Catering gesetzt werden. „Wenn die Breitenburger Milchzentrale bei uns ihre Versammlung abhält, werden wir natürlich auch weiterhin Käsebrötchen schmieren“, will Mario Mehrens aber bei aller Flexibilität auch auf Kontinuität setzen.

Im Schnitt gibt es im Colosseum jeden dritten Tag eine Veranstaltung. Die Bandbreite reicht von Beerdigungskaffee über Sängertreffen bis zu Gastspielen prominenter Akteure. Zum Jahresende werden dort Baumann und Clausen sowie Torfrock mit ihrer Bagaluten-Wiehnacht erwartet. „Vor allem aber muss auch das Vereinsleben in der Region aufrecht erhalten werden“, weiß Mario Mehrens um die Bedeutung des Veranstaltungsraumes. Immerhin ist er mit dem Colo auch aufgewachsen, hat als Betreiber einer Firma für Veranstaltungstechnik bereits zahlreiche Events mit ausgestattet. Diesen Geschäftszweig hat der 33-Jährige mittlerweile etwas zurückgefahren. Ausrüstung und Know-how sollen aber Veranstaltungen in Wilster weiterhin zugute kommen.

„Ich werde hier künftig nur noch den Hausmeister machen. Schließlich kenne ich im Colo ja jede Schraube“, schmunzelt Vater Michael. Seine Frau, so hebt er noch hervor, hatte all die Jahre als Mitbetreiberin dafür gesorgt, dass in der Küche, bei der Reinigung und beim Personal alles reibungslos läuft.

Auf Unterstützung seiner Eltern wird Sohn Mario aber ebenso setzen können wie auf das bewährte Personal. „Das Team hat schon Beifall geklatscht“, ist Michael Mehrens sicher, dass das Colo auch weiterhin in besten Händen ist.

Wie nebenbei teilt er noch mit, dass auch die im vergangenen Jahr noch drohenden großen Investitionen für die Stadt weitgehend vom Tisch seien. Nach kleinen Veränderungen sei der Tüv für die zunächst monierte Be- und Entlüftungsanlage nun nicht mehr zuständig. Und auch beim Brandschutz habe man preiswerte Lösungen gefunden. Unter der Regie von Mario Mehrens kann es im Colo also auch künftig heiß hergehen.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 17:42 Uhr

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