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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 06:47 Uhr

Warnung des Bürgermeisters : Coliforme Keime im Trinkwasser - Kellinghusen muss abkochen

vom

In Kellinghusen wurden Bakterien im Trinkwasser festgestellt. Die Ursache wird noch geprüft. Die Stadt rät zur Vorsicht.

Kellinghusen | Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch warnt in einem Schreiben zahlreiche Haushalte im südlichen Gebiet der Stadt im Kreis Steinburg vor dem Genuss des Trinkwassers. Bei einer der regelmäßigen Prüfungen war eine „geringe Menge coliformer Keime in Teilen des Trinkwassernetzes Kellinghusen“ festgestellt worden, heißt es in dem Schreiben, das an die betroffenen Haushalte verteilt wird.

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass Bürger in Schleswig-Holstein zum Abkochen des Trinkwassers aufgerufen werden. Anfang August sollten die Einwohner Neumünsters und der Umgebung aufpassen, weil eine leicht erhöhte Konzentration mit coliformen Keimen festgestellt worden war. Nach einer Woche gab es Entwarnung. Ursache war wahrscheinlich eine Luftfilteranlage.

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt und in enger Abstimmung mit Kellinghusens Wassermeister Tobias Hornick wurde das Gebiet festgelegt, in dem die Bürger bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten sollten. Betroffen sind folgende Straßenzüge:

  • Friedrichstraße
  • Mühlenbeker Straße
  • Birkenallee
  • Mittelstraße
  • Mühlenstraße
  • Tewesallee
  • Poggfred
  • Im Winkel
  • Feldhusener Straße
  • Moorkamp
  • Feldhusen
  • Kleiner Kamp
  • Neuer Kamp
  • Marienstraße

Dieser Bereich, so Hornick, sei vorsichtshalber größer gezogen worden.

Hintergrund: Coliforme Bakterien

Als coliforme Bakterien bezeichnet man lactosespaltende  stäbchenförmige Bakterien, die Säure und Gase innerhalb von 48 Stunden bei 35 Grad produzieren.  Sie sind Indikatoren für die Qualität von Wasser und ein Hygiene-Indikator in der Lebensmittelherstellung. Wie bei allen Erregern oder Schadstoffen gilt, dass die Menge darüber entscheidet, wie groß die Gefahr ist. Coliforme Bakterien sind auch nicht per se schädlich. Als  Darmbewohner helfen sie bei der Verdauung.

 

Ob es wirklich eine relevante Verunreinigung mit den Keimen gibt oder möglicherweise nur ein Fehler bei der Probenahme vorliegt, müssen laut Hornick weitere Untersuchungen zeigen. „Wir rechnen im Lauf des Montags mit den Ergebnissen. Dann werden wir die weiteren Schritte besprechen und die Bevölkerung informieren“, sagt Pietsch. „Da es in Bezug auf derartige Keime keine Toleranzgrenze gibt, möchte ich Sie bitten, bestimmte Warnhinweise zu beachten und auch Ihre Nachbarn zu informieren.“

Für Bürger in dem betroffenen Gebiet gilt, dass Wasser für Speisen, Getränke und  das Zähneputzen nur nach gründlichem Abkochen verwendet werden sollte. Auch offene Wunden sollten nicht mit dem Leitungswasser in Berührung kommen.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 16:18 Uhr

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