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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 12:46 Uhr

HVV-Beitritt : CDU Steinburg sieht Landesregierung in der Pflicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit vielen Jahren fordern CDU-Vertreter aus dem Kreis Steinburg einen Beitritt zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV) – und sind empört über die Ignoranz der Landesregierung.

Die CDU im Kreis Steinburg ist „fest entschlossen das Thema durchzuziehen“. Das Land erhalte voraussichtlich viele zusätzliche Millionen aus der Erhöhung der so genannten Regionalisierungsmittel, zudem seien vier Millionen Euro bei der Neuvergabe der Westküstenstrecke eingespart worden – „und trotzdem verweigert die Landesregierung uns den HVV-Beitritt“, ist CDU-Fraktionschef im Kreistag Reinhold Wenzlaff empört. „Das ist schlicht unsolidarisch und westküstenfeindlich.“

„Man könnte glauben, dass die Landesregierung nicht begriffen hat, was Sache ist. Dabei sollten sie durch das Verwaltungsgerichtsurteil zur A20 inzwischen gemerkt haben, dass wir uns nicht einfach abspeisen lassen“, stellt Wenzlaff klar. Man wisse, dass durch den HVV-Beitritt nicht ein Zug mehr im Kreis halte, „aber das ist eine strategische Weichenstellung, die jetzt erfolgen muss“, fordert Stefan Lange. Bei der Vielzahl der Erwerbstätigen, die täglich aus und in den Kreis pendeln würden, seien nicht nur diese zu berücksichtigen. „Es geht auch um die Unternehmen, die auf Fachkräfte angewiesen sind“, sagt Lange. Allein rund 200 Mitarbeiter des Klinikums würden täglich aus dem Nachbarkreis Pinneberg und aus Hamburg nach Itzehoe kommen, so Wenzlaff, der auch Vorsitzender des Klinik-Zweckverbands ist.

Wie positiv sich die HVV-Anbindung auswirken kann, beschreibt Stefan Lange. Der Horster ist in der „glücklichen Situation“, dass seine Gemeinde teilweise zum HVV-Bereich gehört. Das Gewerbe expandiere und die Unternehmen fänden deutlich einfacher geeignete Mitarbeiter. Und dann gibt es noch einen Seitenhieb gegen die Regierungspartei: „Gerade bei den Pendlern geht es fast ausschließlich um Arbeitnehmer. Die sollten doch genau das Klientel der SPD sein und die kümmert sich nicht“, sagt Wenzlaff.

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