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Norddeutsche Rundschau

27. März 2017 | 12:46 Uhr

Urlaub im Norden : Camping mit Elbblick

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

25 Wohnmobilisten haben auf dem Stellplatz in Brokdorf Platz: Wer am Elbdeich Station macht, erlebt nicht nur große Pötte, sondern oft auch einen herrlichen Sonnenuntergang.

Die Tage sind schön, an den Abenden geht malerisch am Deich die Sonne unter. Der Wohnmobil-Stellplatz der Gemeinde in Brokdorf füllt sich nach und nach mit Caravans. Mit Platz für etwa 25 Fahrzeuge bietet dieser die nötigen Anschlüsse für Strom, Wasser und die Entsorgung von Abwässern. Bei dem schönen Wetter werden Stühle und Tische nach draußen gestellt, dort gegessen und sich unterhalten. Die Camper, die meist nur eine Nacht nebeneinander stehen, haben eine Menge Geschichten zu erzählen.

Norbert Hautzel (65) und seine Frau Jutta aus Bad Wildungen haben auf ihrer dreiwöchigen Reise in Brokdorf Halt gemacht. Seit zwei Wochen unterwegs, führte sie ihre Strecke über Lüneburg, Lauenburg und Hamburg bis nach Schleswig, Neumünster, Rendsburg und Kappeln, dann an der Ostsee entlang zur Geltinger Bucht. Sie kamen nun gerade aus Husum und Friedrichstadt, wollten am nächsten Tag über die Elbe mit der Fähre von Glückstadt nach Wischhaven und weiter ins Alte Land nach Jork. In Brokdorf gefiel es ihnen. „Der Platz ist geordnet, es sind sehr nette Leute und es ist abwechslungsreich hier“, sagte Norbert Hautzel. „Strom und Entsorgung sind vorhanden, wir sind voll versorgt.“ So packten sie ihr Fernglas aus und ließen den Blick zunächst einmal vom Deich aus über die Elbe gleiten, wo sie einige interessante Schiffe zu sehen bekamen. Mehrere dicke Pötte wie Containerschiffe, aber auch einige Passagierdampfer glitten, teils unter Grüßen aus dem Signalhorn, an ihnen vorbei.

Gesellschaft erhielten sie dabei von Robert Bützberger (49) und seiner Frau Petra (47) aus der Schweiz, die mit den Söhnen Florian (17 und 15) und David und den Labradoren Balou und Bari in einem großen Familien-Camper unterwegs waren. Sie hatten es sich auf der Wind abgewandten Seite des Caravans an einem Campingtisch zum Abendessen mit Brot und Rotwein gemütlich gemacht. „Wir kommen gerade von Dänemark herunter, und es gefällt uns hier sehr gut“, sagte Robert Bützberger.

Insgesamt für fünf Wochen unterwegs, sind sie von Basel aus gestartet, von wo sie zuerst bis nach Dänemark efahren sind. Nachdem sie von Jütland über Rømø und Sylt nach St. Peter-Ording gereist waren, machten sie nun nach zwei Wochen Reisedauer für eine Nacht in Brokdorf Pause. „Unsere nächste Station ist Hamburg, wo wir eine Städtetour machen werden“, erzählte er. Dann wollten sie nach Cuxhaven, Bremerhaven und Norderney, die Küste entlang nach Holland, wo sie wiederum in Amsterdam die nächste Städtetour vorhaben. „Weiter geht es über Belgien nach Frankreich an der Loire entlang und dann zurück nach Basel, wo unsere Rundreise endet.“

Vor Brokdorf waren sie in Brunsbüttel. „Und wir haben auch eine Wattwanderung in Husum gemacht“, erzählte Petra Bützberger. „Brokdorf und der Norden allgemein gefallen mir deshalb sehr gut, weil man so weit gucken kann“, sagte sie. „Ich mag die befreiende Stimmung, die sich durch den Blick auf die weiten Felder ergibt.“ Vor allem „vom Kulturellen her ist es sehr interessant: der Staudamm, das Technische, das Wattenmeer – es gibt hier so viele Sachen zu sehen, die wir von zu Hause nicht kennen.“ Auch „Riesenbauernhöfe wie hier gibt's bei uns gar nicht, das sind ganz andere Dimensionen.“ Jedes Land habe seinen schönen Teil. „Die Elbe ist spannend mit den großen Schiffen.“

Der Platz in Brokdorf sei „super, alle sind sehr nett zu uns, auch der Mitarbeiter der Gemeinde. Es ist sauber, wir würden sofort wieder hier übernachten.“ Wenn ihre Kinder in den kommenden Jahren einmal aus dem Wohnmobilalter heraus sind, dann wollen sie sich in Düsseldorf bei der Wohnmobilmesse ein kleineres kaufen. Noch fanden es auch die Kinder spannend. „Sie müssen aber in dem Alter auch etwas machen, das sie interessiert“, wusste Petra Bützberger. „Deshalb haben wir uns auf die Städte konzentriert.“ Nun freuten sie sich auf den nächsten Teil „Wir sind ja noch lange nicht durch, doch Brokdorf war für uns eine Reise wert“, sagte Robert Bützberger.

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