zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

Glückstadt : Bundespreis für kleine Mülldetektive

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Die Kindertagesstätten Elbbande und Deichbande beteiligten sich erfolgreich an Wettbewerben

„Wir haben sogar einen CD-Player gefunden. Und wir konnten im Park und in der Stadt ganz viele große Beutel mit Müll sammeln. Und wir haben Verpackungen getrennt und mit den Resten konnten wir noch Basteln.“ Mit hochroten Köpfen schilderten die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten Elbbande und Deichbande die Aktion, die sie jetzt zu „kleinen Mülldetektiven“ machte. Und zu Gewinnern in einem bundesweiten Wettbewerb.

700 Kitas mit 30  000 Kindern aus ganz Deutschland beteiligten sich an dem Projekt mit den Themen Abfallvermeidung und Ressourcenschutz., 142 Kindertagesstätten nahmen am Wettbewerb um die besten Mülldetektive teil. „Die Bildungsarbeit beider Glückstädter Kitas zählte zu den fünf beeindruckendsten Wettbewerbseinsendungen“, sagte Ralf Thielebein, Geschäftsführer der SOF-(Save Our Future)Stiftung. Die Umweltstiftung verfolgt das Ziel, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln zu fördern.

Mit ihren Projekten trägt die Stiftung dazu bei, Kinder für eine ressourcenschonende und faire Mitgestaltung der Gegenwart und Zukunft stark zu machen. Der Wettbewerb „Mülldetektive“ wurde Anfang 2016 mit finanzieller Unterstützung der Tchibo GmbH ins Leben gerufen. Für ihr Engagement und ihrer Platzierung unter den besten fünf Teilnehmern in Deutschland sind jetzt die etwa 90 Kinder und zwölf pädagogischen Fachkräfte aus Glückstadt belohnt worden.

1500 Euro überreichten Ralf Thielebein und Tchibo-Repräsentantin Wibke Bachor den jubelnden Gewinnern. Kita-Leiterin Belinda Rath hatte auch schon Pläne, wofür das Geld Verwendung finden soll: „Wir werden einiges davon für Experimente und zur Erforschung nutzen. Dazu möchten wir das Außengelände der Kita mit Bäumen bepflanzen.“ Sie erklärte, dass die Kinder behutsam an die Aufgaben herangeführt wurden, um „ein eigenverständliches Handeln“ zu erreichen.

Die Spur des riesigen Abfallberges zog sich auch durch die Gedanken- und Handlungswelt der Kinder. Welche Abfälle können getrennt gesammelt werden? Was passiert mit den Abfällen? Warum gibt es in der Natur keinen Abfall? waren begleitende Themen. Besuche bei der Müllabfuhr, zur Altkleidersammlung oder im Sozialkaufhaus gehörten ebenso zum Themenkreis wie Verrottungsexperimente, ein verpackungsfreier Tag oder die Abgabe selbst hergestellter Stofftaschen gegen eine kleine Spende. Eine Aufzählung, die sich noch beliebig verlängern ließe. „Es ist toll, welches Umweltbewusstsein die kleinen Mülldetektive entwickelt haben“, sagte dazu Wibke Bachor.

Bürgervorsteher Paul Roloff freute sich mit den Mädchen und Jungen, als er erklärte: „Dass dieser Preis nach Glückstadt geht, ist schon etwas ganz Besonderes.“ Er sei total beeindruckt von dem, was die Kita-Kinder geleistet hätten.

Die SOF.-Stiftung schreibt dazu in einer Presseerklärung: „Wir sind überzeugt davon, dass jeder und jede Einzelne von uns einen großen Beitrag leisten kann, das Zusammenleben auf unserer einen Welt verantwortlich mitzugestalten. Unsere Stärke ist es, nachhaltige Entwicklung greifbar praxistauglich zu machen. Dabei ist es uns wichtig, Neugierde zu wecken und zu begeistern.“

Auch wenn die Glückstädter Kita-Kinder von diesen Worten vielleicht noch nicht so viel verstehen – sie haben auf einfache, kindgerechte Art Probleme erkannt und mit viel Spaß und Einsatz nachhaltiges Denken und Handeln erreicht.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen