zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

25. März 2017 | 08:41 Uhr

Bürgerpreis für Hans-Georg Waage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Verliehen wird der Preis an einen, aber gewinnen tun wir alle“, sagte Pastorin Wiebke Bähnk. In der St. Laurentii-Kirche ist zum siebten Mal der Itzehoer Bürgerpreis verliehen worden, der ehrenamtliches Engagement auszeichnet. „Unsere Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sich engagieren“, so Bähnk. Das macht Hans-Georg Waage seit Jahrzehnten: Er bekam den mit 2500 Euro dotierten Preis, den die Novitas BKK stiftet.

Der Itzehoer war 42 Jahre lang Vorsitzender des Box-Clubs und hat sich dabei nicht nur vor Ort, sondern auch überregional als Organisator von Meisterschaften, Punktrichter, Ausbilder, Betreuer und Integrationshelfer eingesetzt. Sein Engagement, so die Würdigung, galt vor allem den Sportlern im Verein und den jungen Menschen, die das Boxen von der Straße geholt habe. Zudem beschäftigte sich Waage in Schulungen und Vorträgen mit den Themen Integration und Gewaltprävention. Seine Vereinskameraden hatten ihn per Brief für den Bürgerpreis vorgeschlagen: „Herr Waage lehrte uns sein Leben lang, was Kommunikation, Kameradschaft, Integration und Nächstenliebe sind.“

Der Preisträger selbst betonte, wie wichtig die Vereinskollegen seien: „Ich hatte hervorragende Mitarbeiter, die den Preis mitverdient haben.“ Ohne sie hätte auch er nicht so erfolgreich arbeiten können, denn: „Alleine ist man ein Nichts!“

Auch die Leistungen der sechs weiteren Nominierten seien außerordentlich, lobte der aus Duisburg angereiste Vorstandsvorsitzende der Novitas BKK, Frank Brüggemann. „Diese Frauen und Männer geben uns ein Beispiel. Wenn jeder täte, was diese tun, wäre unsere Welt sehr gut in Schuss.“ Und mit Blick auf die Flüchtlinge ergänzte er: „Ohne Ehrenamt wären die Jahre 2015 und 2016 in Deutschland nicht so verlaufen, wie sie verlaufen sind.“

Das bestätigte auch Bürgermeister und Schirmherr Andreas Koeppen: „Alle hätten den Preis verdient. Überall brauchen wir Ehrenamtliche, in ganz Deutschland.“ Und auch wenn es für dieses Engagement kein Geld gebe – „es erfüllt einen selbst mit Glück“.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen