zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

Ortsentwicklung : Bürgerhaus Hohenaspe ist beispielhaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einweihung der neuen Begegnungsstätte im Ortskern: Gemeinde erhält großes Lob für ihren Mut zur Dorf-Gestaltung.

Rauhe Wände, herabhängende Kabel und Leitungen, Gerüste und Farbeimer – das alles gehört nun endlich der Vergangenheit an. „Es ist wahrlich ein toller Blick von hier oben in den Saal“, freute sich Hohenaspes Bürgermeister Hans-Georg Wendrich über die Fertigstellung des neu errichteten Bürgersaals, der zukünftig Vereinen und Organisationen als Versammlungsraum zur Verfügung steht und zudem für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll.

„Ein langer Weg von der Planung bis zur heutigen Fertigstellung liegt hinter uns“, erinnerte Wendrich an das vergangene Jahr und fügt hinzu, dass viele fleißige Köpfe und Hände stets gefordert waren, um die nicht immer einfachen Vorgaben und Auflagen zu bewältigen. Nun aber stünde das neue Gebäude in der Dorfmitte und ersetze ein weiteres historisches Gebäude. „Viele Einwohner fragen zu Recht, warum das alte Gebäude abgerissen werden musste“, versuchte der Gemeindechef zu erklären, dass ein Erhalt mit nicht akzeptablen Kosten verbunden gewesen wäre. „Außerdem hatten wir im Ort keine barrierefreie Versammlungsstätte und nach unseren Informationen ist auch der Betrieb der einzigen Gaststätte im Ort nicht von Dauer gegeben.“ Gleichzeitig wies Wendrich ausdrücklich darauf hin, dass der Bürgersaal keine Konkurrenz zu der noch bestehenden Gastronomie sei. „Das sehen auch die Förderrichtlinien vor, so dass eventuell auch mit möglichen Einschränkungen in der Nutzung zu rechnen ist“, so Wendrich weiter. „Ich glaube, wenn beide künftig kooperativ zusammen arbeiten, profitieren sowohl die Gaststätte als auch die Einwohner davon. „Für die Zukunft unseres Dorfes ist diese Investition sicher sinnvoll.“

Weiter betonte Wendrich, dass durch den Neubau auch die mit betroffene Schule ein völlig neues Ansehen bekommen habe und dadurch viel besser in das Umfeld der Gemeinde eingebunden sei. Abschließend sprach Wendrich seinen Dank an alle am Bau Beteiligen aus und lud zu einem Rundgang durch die neuen Räume ein.

Zuvor aber trat Volker Tüxen als Vorstandsmitglied der AktivRegion Steinburg für die erkrankte Regionalreferentin Verena Böhnke vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) als Zuschussgeber an das Mikrofon. Tüxen erinnerte an den Förderbescheid in Höhe von 431  000 Euro. „Die modellhafte Entwicklung des Ortskerns hat den Zuschussgeber überzeugt, auch die Errichtung des Bürgersaals zu unterstützen.“ Tüxen hob hervor, dass dieser die bauliche Lücke im Kernbereich der Gemeinde schließe und das öffentliche Angebot an Gemeinschaftseinrichtungen abrunde. „Die hier anzutreffende Konstellation hat in der Region ein Alleinstellungsmerkmal – denn ich kenne keine andere Gemeinde, in der so konzentriert die gemeindlichen Einrichtungen zu finden sind.“ Weiter hob Tüxen das große Engagement hervor, mit dem sich Hohenaspe Veränderungen annehme. „Nur wer sich diesen Herausforderungen offensiv stellt und bereit ist, mit großem und finanziellen Einsatz den Ort zu verändern, wird am Ende Erfolg haben und die Attraktivität des Ortes erhalten.“ Dieses habe die Gemeindevertretung mit Hans Georg Wendrich an der Spitze in beispielhafter Weise in den vergangenen Jahren mit einer progressiven Strategie gemacht. „Der Lohn ist die einzigartige Dorfmitte mit allen notwendigen Einrichtungen und kaum Wohnungsleerstand. Nicht umsonst wurde die Gemeinde im vergangenen Jahr Bundessieger im Wettbewerb „Kerniges Dorf“.

Als „wunderbar“ bezeichnete auch Amtsvorsteherin Renate Lüschow den Neubau. „Hohenaspe ist eine Vorzeigegemeinde für unser Amt“, würdigte auch sie den Mut zur Dorfgestaltung. „Auch wenn ich den Bürgermeister während der Bauzeit das eine oder andere Mal sehr frustriert erlebt habe, heute kann er stolz darauf sein, was hier geschaffen wurde.“

Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier nicht nur von den Grundschülern, sondern auch von den „Daklünken“ und dem Männergesangverein sowie durch den Jugendmusikzug der örtlichen Feuerwehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen