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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

Startschuss : Buddeln für breitere B5

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit dem ersten Spatenstich beginnt der Ausbau der B 5. 27 Millionen Euro werden hier investiert.

Sie ist die Lebensader der Westküste. Mit dieser Einschätzung sprach Verkehrsminister Reinhard Meyer gut 60 Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sichtlich aus der Seele. Jetzt wird die Lebensader ein Stück zukunftssicherer gemacht. Mit dem ersten Spatenstich startete gestern der dreistreifige und rund 27 Millionen Euro teure Ausbau der Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Wilster. Das bekamen auch gleich viele Autofahrer zu spüren. Eine Baustellenampel sorgte für erste Behinderungen. Die, so versicherte Thomas Biermanski vom Bauunternehmen Johann Bunte, sollen „auf ein unvermeidbares Mindestmaß“ reduziert werden.

Zur Bedeutung des Ausbaus der neun Kilometer langen Strecke nannte Minister Meyer Zahlen. Er selbst sei die Strecke vor 36 Jahren bereits zu Fuß abgelaufen – auf einem Brokdorf-Protestmarsch. In naher Zukunft, so Meyer zu Verkehrsprognosen, würden dort täglich 18  000 Fahrzeuge unterwegs sein. Allein der Anteil des Schwerverkehrs werde sich von derzeit 1400 auf bald 2300 Fahrzeuge am Tag erhöhen. Der Ausbau sei aber nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für alle Pendler und für den Tourismus von Bedeutung. Neben dem Mobilitätsgewinn werde auch die Verkehrssicherheit erhöht, weil riskante Überholmanöver vermieden werden könnten.

„Das kann hier alles nur ein Anfang sein“, mahnte Kreispräsident Peter Labendwicz zu weiteren Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur. „Hinter Wilster muss es weiter gehen“, versprach Reinhart Meyer denn auch vollen Einsatz.

Allseits hervorgehoben wurde, dass es im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens keinerlei Klagen gegeben habe, was die Vorarbeiten wesentlich beschleunigte. Beim Bau selbst gehe es angesichts des schwierigen Marschbodens aber nicht schneller. Meyer bat zudem um Geduld, wenn Instandsetzung und Ausbau der Verkehrswege in Schleswig-Holstein angesichts Vernachlässigungen in der Vergangenheit noch gut 15 Jahre in Anspruch nehmen würden. Itzehoes oberster Straßenbauer Kai-Uwe Schacht freut sich aber schon auf den Ausbau: „Für uns Bauingenieure ist das das Salz in der Suppe.“

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erstellt am 09.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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