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Autor : Brokdorfer Autor schreibt mit 80 Jahren seinen ersten Krimi

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seinen ersten Kriminalroamn schreibt der Brokdorfer Manfred Eisner – mit 80 Jahren.

„Ich bin unheimlich glücklich, wenn ich schreibe“, erzählt der Brokdorfer Autor Manfred Eisner. Momentan verfasst er erstmals einen Krimi, hat bereits das zwölfte Kapitel von „Bittere Blätter“ geschrieben. Und er ist stolz auf den Erfolg seiner abgeschlossenen Trilogie: „Leise Musik aus der Ferne“, „Crescendo und Fortissiomo“ sowie „Cantata Bolivia“ mit stark autobiografischen Zügen. Gerade erhielt er eine positive Rezension in der Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn. Kommenden Monat wird er im Seemannsheim in Hamburg aus der Trilogie lesen. Schon jetzt ist Manfred Eisner, der heute 80 Jahre alt wird, gespannt auf die Resonanz auf seinen Krimi. Auch der spielt auf internationalem Parkett, führt die Leser von Schleswig-Holstein nach Lateinamerika.

Das Titelbild, eine Zeichnung seines Freundes Walter Sanden von dem auch einige Werke in der Trilogie zu entdecken sind, weist auf das Thema Drogen hin: Frauen bei der Coca-Ernte. Das erste Kapitel habe er bereits vor einem Jahr geschrieben – und das nach der Trilogie wieder aufgegriffen. Gegen Ende des Jahre möchte der Autor sein Buch veröffentlichen, in dem er auch wieder Dichtung und Wahrheit zusammengeführt hat. Für die Trilogie, für deren erstes Werk fast 20 Jahre bis zur Veröffentlichung vergangen waren, hatte Manfred Eisner noch aufwändig im Archiv der Wilsterschen Zeitung geforscht. Jetzt erleichtert das Internet die Recherche immens, „aber man muss die Informationen auch filtern“.

„Bittere Blätter“ soll der Auftakt für weitere Kriminalromane werden. Manfred Eisner hat sich noch so einiges für seine schriftstellerische Arbeit vorgenommen. Das Schreiben hält ihn jung. „Ich fühle mich noch gar nicht wie 80“, meint er schmunzelnd. „Wichtig ist, dass die grauen Zellen noch funktionieren.“

Das Schreiben hat ihn schon in seiner Schulzeit fasziniert, seine Begabung für Aufsätze, Referate und Zusammenfassungen sowie für Sprachen haben ihm auch im Beruf als FDiplom-Ingenieur in der Lebensmittelindustrie geholfen. Eisner spricht Spanisch, Protugiesisch, Französisch, Italienisch, Englisch und „ein klein wenig Plattdeutsch“. Als er 1962 von Südamerika zur Ausbildung nach Hamburg und dann nach Meldorf kam, begann er, die plattdeutsche Sprache zu lernen. „Ich liebe Plattdeutsch, es ist eine sehr vernünftige Sprache, man kann sich ausdrücken, ohne zu beleidigen“, meint er schmunzelnd. 1979 kauften er und seine Frau das Haus in Brokdorf, das ab 1982 ihr Wohnsitz wurde, 1989 ging Manfred Eisner in den Ruhestand. „Wir sind hier äußerst glücklich und ganz zufrieden“, sagt der Autor, der die Ruhe und die Natur schätzt. „Ich genieße das.“ 

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erstellt am 17.Mai.2015 | 17:00 Uhr

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