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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 17:17 Uhr

Bismarcksäule bleibt dicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verein bekommt vorerst keine Fördergelder für Sanierung

Die Bismarcksäule bröckelt an allen Ecken – und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Wegen Baufälligkeit bleibt das Kulturdenkmal und beliebte Ausflugsziel im Lübschen Gehölz nahe der B  206 in diesem Jahr geschlossen. „Es ist uns nicht gelungen, die nötigen Fördergelder für die Sanierung zusammenzubekommen“, teilte gestern der Vorsitzende des Vereins Bismarcksäule, Lars Bessel, mit.

Weil insbesondere die Fugen zwischen den Granitblöcken des 18 Meter hohen Turms schadhaft seien, würden rund 35 000 Euro für eine Erneuerung benötigt. Der Verein hatte auf Fördergelder aus verschiedenen Töpfen gehofft. „Als diese Idee im vergangenen Jahr geboren wurde, waren die Fristen zur Beantragung der Gelder allerdings schon längst verstrichen“, sagt Bessel. „Wir werden nun Anträge für 2017 stellen.“

Die 1905 eingeweihte Säule war nach langjährigem Dornröschenschlaf im Jahr 2009 von dem damals neu gegründeten Verein wieder zum Leben erweckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Seit 2011 war das Denkmal von April bis Oktober jeden Sonntag geöffnet. Ein Kiosk bot Snacks und Getränke an. Bis zu 5000 Besucher kamen im Jahr. Eine Krise setzte bereits im vergangenen Sommer ein, als der Kiosk-Betreiber plötzlich absprang. „Ein Nachfolger ist bis heute nicht gefunden“, sagt Bessel.

Trotz Baufälligkeit seien Spaziergänger im Lübschen Gehölz nicht in Gefahr: „Absperrmaßnahmen müssen wir noch nicht treffen.“ Für alle, die das Ausflugsziel in diesem Jahr vermissen werden, hat Bessel ein Trostpflaster parat: „Der 19. Juni wird der einzige Tag sein, an dem wir ausnahmsweise öffnen.“ Dann soll die Veranstaltung „Jazz an der Säule“ stattfinden, die bereits in den Vorjahren ein großer Erfolg war.


>Um die Sanierung zu finanzieren, verkauft der Verein symbolisch die Granitsteine der Bismarcksäule für 25 Euro pro Stück. Ungefähr 100 der 2500 Steine sind bereits veräußert. Weitere Informationen gibt es unter www.bismarckturm-itzehoe.de

 

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erstellt am 21.Apr.2016 | 05:00 Uhr

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