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Schülerwettbewerb : Bilanzpoker im Bankenspiel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Gymnasiasten aus Brunsbüttel sind echte Finanzjongleure: Beim Bundesfinale des Bankenplanspiels landeten sie auf dem zweitem Platz.

Wer hat die besten Zinssätze, wer fährt die höchsten Erträge ein, wessen Bilanz kann sich sehen lassen? Drei Tage lang kämpften in Berlin die 20 besten Teams – 79 Schülerinnen und Schüler aus acht Bundesländern und der Schweiz im Bundesfinale des Bankenplanspiels des Bankenverbandes um den Sieg. Für das große Finale qualifiziert hatten sich auch Lina Schneider (18), Saskia Urbanek (20) und Fin Lukas Schmidt (17). Mit einem hervorragenden zweiten Platz, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro für die Schule und 400 Euro für die eigene Verwendung, kehrten die drei Schüler des Brunsbütteler Gymnasiums am Montag in die Schleusenstadt zurück. „Wir sind mächtig stolz auf euch“, freute sich Schulleiter Hans-Walter Thee. Ebenfalls voll des Lobes zeigte sich Jens Steinfeld. Der Lehrer hatte die Schüler auf das Planspiel vorbereitet und sie als Betreuer in die Bundeshauptstadt begleitet.

„Es war ein unglaublich beeindruckendes und spannendes Erlebnis“, zeigte sich Fin Lukas Schmidt von den Eindrücken überwältigt. In ihrer Funktion als Manager einer virtuellen Bank haben die drei Schüler unter enormen Stress und Druck eine Vielzahl von wichtigen Entscheidungen getroffen. Zinssätze mussten festgelegt, Kredite vergeben, Investitionen getätigt, eine Filiale aufgebaut und Kunden gewonnen werden. „Es ist Wahnsinn, wenn man sieht, wie man auf Knopfdruck funktionieren kann, auch wenn man eigentlich total müde ist“, sagte Saskia Urbanek.

Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag kämpften alle Teams bis in den späten Abend hinein um die Platzierungen. „Durch das Planspiel haben wir eine ganz andere Einsicht in das Bankenwesen erhalten“, so Lina Schneider und sagte weiter. „Hatte ich zuvor gar keine Berührungspunkte mit Banken, kann ich mir jetzt durchaus vorstellen, mich auch beruflich in Richtung Bankwesen zu orientieren.“ Die drei Schüler, die von der Gemeinschaftsschule auf das Gymnasium wechselten, um das Abitur zu machen, waren nicht nur das zehnte Team, mit dem Lehrer Jens Steinfeld an dem Planspiel teilnahm. Für das Brunsbütteler Gymnasium war es auch die zehnte Teilnahme am Bundesfinale. Neben einem ersten und dritten Platz darf sich die Bildungseinrichtung aus der Schleusenstadt somit nun auch über einen zweiten Platz freuen. „Das Preisgeld wird in unseren Medienbereich fließen. Natürlich so, dass die Schüler etwas davon haben“, unterstrich Thee.

Ihren persönlichen Gewinn in Aktien anlegen, wollen die drei Schüler dann lieber doch nicht. „Ich kann jeden Cent für meinen Führerschein gebrauchen“, so Fin Lukas Schmidt, und auch die beiden erfolgreichen Bankerinnen haben ihre Wünsche, deren Erfüllung sie sich mit dem Preisgeld ein Stück weit annähern konnten.

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