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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Betreuungsangebot droht Aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Angebot sollte eigentlich verlockend sein: Für pflegende Angehörige bietet es eine kleine Verschnaufpause und für die Pflegebedürftigen selbst eine willkommene Abwechslung. Und doch wird es kaum angenommen. Wenn die Resonanz sich in den nächsten Wochen nicht verbessert, wird es in Wilster wohl erst einmal kein solches Betreuungs- und Entlastungsangebot durch den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes mehr geben. „Ich weiß auch nicht, wo die Hemmschwelle liegt“, rätselt DRK-Pflegedienstleiterin Ulrike Janssen-Komoß. Gemeinsam mit der DRK-Ortsvorsitzenden Karin Lindemann rührt sie jetzt noch einmal die Werbetrommel für die einmal in der Woche angebotene Veranstaltung in der DRK-Begegnungsstätte in der Deichstraße in Wilster.

Zielgruppe sind alle Menschen, die einer gewissen Pflege bedürfen. Bei den Treffen immer dienstags von 14 bis 16.30 Uhr gibt es Kaffee, Klönsnack, Bewegungsübungen, Spiele, leichtes Gedächtnistraining und Hilfen für die Verbesserung der Mobilität. „Offenbar ist Wilster ein besonders gesundes Pflaster“, sucht Ulrike Janssen-Komoß nach den Ursachen für die zuletzt eher überschaubare Resonanz. Dabei gehe das Angebot weit über die üblichen und zahlreichen Seniorennachmittage hinaus. „In der Gruppe werden ganz neue Fähigkeiten freigesetzt“, nennt sie einen der Vorteile gemeinsamer Aktivitäten unter der fachkundigen Anleitung von Susanne Konopka und Meike Hahnkamm. Bei den Treffen herrsche eben eine ganz andere Atmosphäre. Ulrike Janssen-Komoß spricht von einer „fröhlichen Runde“ und sagt: „Viele Angehörige sind oft ganz erstaunt, was hier los ist und welche Fähigkeiten bei älteren Menschen geweckt werden können.“

„Allein schon der Kontakt mit anderen Menschen“, weiß auch Karin Lindemann. Sie sieht in den Begegnungen eine „schöne Erfahrung“. „Entscheidend ist der erste Schritt“, ermuntern die DRK-Sprecherinnen vor allem aber auch alle Angehörigen. Schließlich biete es gerade ihnen im Rahmen einer oft aufopferungsvollen Rund-um-die-Uhr-Versorgung auch mal eine kleine Verschnaufpause im anstrengenden Alltag. Auch die Kosten von 26 Euro seien überschaubar, zumal sie von der Pflegekasse übernommen würden. „Es wäre einfach zu schade, wenn das hier in Wilster einschlafen würde“, hofft Karin Lindemann nun, dass Pflegebedürftige und/oder deren Angehörige einfach mal vorbeischauen und sich informieren. Der Kreisverband ist mit diesem Angebot übrigens auch in anderen Orten präsent, in Brokstedt gibt es sogar Wartelisten. In Itzehoe allerdings könnte die Beteiligung ebenfalls noch besser sein. Dafür scheint das Interesse an anderer Stelle zu wachsen. Noch in diesem Jahr sollen in Hohenaspe und in Hohenlockstedt auf entsprechende Nachfrage Betreuungs- und Entlastungsangebote gemacht werden.



>Informationen und Anmeldungen bei Ulrike Janssen-Komoß , DRK-Kreisverband, unter 04823/679013 oder auch bei Karin Lindemann vom DRK-Ortsverein.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 16:01 Uhr

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